Auf dem Red Court in der Eupener Unterstadt rollte am Mittwoch erstmals der Ball für den "Red Court Cup". Das kleine Fußballturnier für Kinder zwischen acht und 13 Jahren wurde vom Eupener Sportbund gemeinsam mit dem Viertelhaus, dem Jugendtreff, der Schule Unterstadt und der AS Eupen organisiert. Ziel ist es, den beliebten Platz, der vor gut einem Jahr offiziell eröffnet wurde, mit einem sportlichen Gemeinschaftsprojekt weiter zu beleben.
Der Red Court war rund um Christi Himmelfahrt im vergangenen Jahr vom belgischen Fußballverband gestiftet und eröffnet worden. "Wir kamen beim Sportbund in den Genuss, dass wir ziemlich viele Trikots, T-Shirts und Merch von der Union Belge geschenkt bekommen haben und wollten das sinnvoll mit viel Bewegung unter die Kids bringen", so Linda Kreusch vom Eupener Sportbund.
Bewusst wurde die Veranstaltung klein gehalten. Rund 30 Kinder aus der Unterstadt traten in verschiedenen Mannschaften gegeneinander an. "Wir hatten etwa 200 Flyer gedruckt, die wirklich nur vom Viertelhaus, dem Jugendtreff und der Schule verteilt wurden, damit wir eine kleine Meisterschaft mit den Kindern spielen können, die den Platz hier tagtäglich nutzen", erklärt Linda Kreusch. Der Gedanke dahinter: Der Red Court Cup sollte zunächst vor allem eine Veranstaltung aus dem Viertel für das Viertel sein.
Die Organisatoren ziehen nach der Premiere eine positive Bilanz. "Heute ist bei bestem Wetter und voller Erfolg total viel Spaß dabei. Organisatorisch ist das alles überschaubar", sagt Kreusch. Deshalb gibt es bereits Überlegungen für weitere Veranstaltungen. Geplant ist möglicherweise ein Turnier für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 20 Jahren nach dem Sommer. "Die Streetworker interessieren sich schon dafür, weil sie viele fußballbegeisterte Jungs - und wahrscheinlich auch Mädels - betreuen, die regelmäßig zusammen spielen."
Für Linda Kreusch könnte der Red Court Cup sogar Vorbildcharakter für andere Gemeinden in Ostbelgien haben. "Es ist wirklich nicht viel Arbeit. Man leiht sich ein paar Leibchen, organisiert Getränke, am Ende gibt es ein Stück Pizza - und es läuft", sagt sie lachend.
Radio-Interview mit Linda Kreusch im Player:
Christophe Ramjoie