Die wallonische Regierung erhöht den Druck auf die Stadt Huy wegen ihrer Beziehungen zu China. Der zuständige Minister François Desquesnes droht damit, einen Sonderkommissar zu entsenden.
Hintergrund sind Berichte über Kontakte zwischen dem früheren sozialistischen Bürgermeister Eric Dosogne und der Volksrepublik China. Die belgische Staatssicherheit hatte sich darüber besorgt gezeigt. Im Fokus steht auch ein möglicher Überwachungsversuch gegen den grünen Politiker Samuel Cogolati, der sich für die Uiguren einsetzt.
Die Grünen in Huy verlangen seit Monaten Einsicht in Unterlagen zu den Beziehungen der Stadt mit China. Außerdem fordern sie die Rückzahlung bestimmter Reisekosten von Eric Dosogne.
Die wallonische Regierung verlangt nun, dass die Stadt innerhalb von 30 Tagen mehr als 500 Seiten Dokumente herausgibt und eine Übersicht aller Ausgaben seit 2002 vorlegt. Geschieht das nicht, will die Regierung einen Sonderkommissar einsetzen.
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