Hinter den Kulissen steckt monatelange Arbeit, weshalb die Erleichterung am Turniertag umso größer ist. "Die Erleichterung ist sehr groß", erklärt Terren. "Man wartet sehnsüchtig, dass alle Teams morgens ankommen. Sobald dann das erste Spiel begonnen hat und alle da sind, ist man erleichtert und genießt das erste Spiel einfach nur als Zuschauer."
Besonders wichtig ist dem Organisationsteam die Atmosphäre rund um das Turnier. Das zeigt sich unter anderem beim feierlichen Einlaufen der Mannschaften mit Europa- und Nationalhymnen – ein Detail, das dem Jugendturnier ein besonderes Flair verleiht.
"Der Vororganisator Norbert Treinen hat das alles sehr gründlich vorgeplant", sagt Terren. "Ich musste das Turnier eigentlich eins zu eins übernehmen, habe nur einen kleinen Feinschliff gemacht und das Team neu eingerichtet. Danach lief vieles schon automatisch."
Dass Mannschaften teils lange Anreisen auf sich nehmen, sieht der Organisator als große Wertschätzung für die Arbeit des Vereins. Teams wie der FC Metz oder Vereine aus Thüringen reisen jedes Jahr mit viel Aufwand nach St. Vith.
"Das ist natürlich toll, dass man solche Kontakte pflegt und dass die Leute gern zu uns kommen", betont Terren. "Wenn man nach einem Turnier oft Lob bekommt, dann ist das der Faktor, der einem sagt: Jetzt musst du weitermachen."
Eine weitere Besonderheit des Turniers: Spieler der ersten Mannschaft übernehmen Aufgaben als Schiedsrichter oder Helfer. Für Terren ist das ein wichtiger Bestandteil des Vereinslebens.
"Die Jungs aus der ersten Mannschaft helfen auf den ganzen Helferlisten verteilt mit", erklärt er. "Wir sind genauso auf die Unterstützung der Eltern angewiesen, die immer tatkräftig dabei sind." Gleichzeitig sei der Kontakt zwischen Jugend- und Seniorenspielern enorm wichtig: "Unsere Jugendspieler sind natürlich stolz, wenn ein Spieler der ersten Mannschaft sie pfeift oder besucht."
Langfristig hofft der Verein natürlich, dass einige Nachwuchsspieler später den Sprung in die erste Mannschaft schaffen. Dennoch steht im Jugendbereich nicht allein der sportliche Erfolg im Vordergrund.
"Es gibt immer Talente, die etwas weiter entwickelt sind", sagt Terren. "Aber bis zur ersten Mannschaft ist es ein weiter Weg." Entscheidend seien vor allem Einsatz und Freude am Fußball: "Mit viel Seriosität und viel Arbeit kann fast jeder es schaffen im Provinzfußball."
Besonders wichtig bleibt für den Verein jedoch der soziale Gedanke. "In der Jugend achten wir auf den Spaß", betont Terren. "Wir bauen das sehr sozial auf, sodass wir jedes Kind – egal ob mit viel Talent oder etwas weniger – gerne aufnehmen und fördern."
Christophe Ramjoie
