Es ist stockdüster. Kurz nach ein Uhr in der Nacht. Der Plan: Den Stamm als Rammbock nutzen, um die Tür einzudrücken. Mehrere Versuche scheitern, nur ein Loch im Sicherheitsglas bleibt zurück. Ins Gebäude gelangen die Täter nicht. "Die ganze Aktion hat über drei Minuten gedauert. Erreicht haben sie trotzdem nichts", erklärt Geschäftsinhaber Achim Leufgen.
Nach der Pleite die nächste Panne: Das Fluchtfahrzeug streikt. Blöd gelaufen. Die Täter müssen den Camper stehen lassen und flüchten zu Fuß in die Dunkelheit.
Für Besitzer Achim Leufgen ist es ein Déjà-vu der schlimmen Sorte. Es ist bereits der dritte Vorfall. 2023 waren die Einbrecher erfolgreicher. "Das hat damals 55 Sekunden gedauert. Sie sind mit dem Auto hier reingefahren und haben dann für knapp 100.000 Euro Räder geklaut."
Danach rüstete Leufgen auf: Metallböcke vor dem Laden, Sicherheitsglas, Nebelmaschinen, abgeschlossene Räder. Die Schutzvorrichtung hat diesmal funktioniert - doch der mentale Preis ist hoch. "Langsam hat man ganz einfach keine Lust mehr. Es ist schwierig", sagt Leufgen.
Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein. Auch ein Spürhund kam zum Einsatz. Die Täter konnten bisher nicht gefunden werden. Dank der Kameras konnten aber Nummernschilder identifiziert werden, die Täter hatten den Laden offenbar schon vor Wochen ausgespäht. Die Ermittlungen laufen weiter. Zeugen sollen sich bei der Polizei melden.
mitt/re

