Beim Ikea-Standort in Hognoul haben Beschäftigte am Donnerstag die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft CNE protestiert gegen die geplante Entlassung eines Gewerkschaftsdelegierten. Laut Gewerkschaft sei das Vorgehen des Unternehmens unverhältnismäßig.
Auslöser ist ein Streit um Einkaufsgutscheine für Mitarbeiter. Der Delegierte soll an der Kasse getestet haben, ob ein Gutschein weiterhin für bestimmte Sonderangebote gilt. Die Transaktion wurde laut CNE akzeptiert. Einen Monat später habe Ikea den Vorfall jedoch als Betrug eingestuft und ein Entlassungsverfahren eingeleitet.
Die Gewerkschaft spricht von einem schlechten sozialen Klima im Unternehmen und kritisiert den Umgang mit Arbeitnehmervertretern. Ein Arbeitsgericht hatte zuvor entschieden, dass der Delegierte vorerst weiterarbeiten darf.
Inzwischen hat auch die Unternehmensleitung Stellung genommen. Ikea widerspricht der Darstellung eines internen Arbeitsstopps. Laut der Unternehmenssprecherin würden die Personen, die den Eingang blockieren, nicht bei Ikea arbeiten. Es handle sich um externe Gewerkschaftsvertreter. Der Zugang zum Geschäft sowie der Click-and-Collect-Service bleiben vorerst blockiert.
Ikea bestätigt, dass ein Verfahren läuft, will sich wegen des laufenden Falls aber nicht näher äußern. Wann das Geschäft wieder normal geöffnet werden kann, ist noch unklar.
belga/avenir/meuse/re