Die geplante Reform der belgischen Krankenhauslandschaft könnte auch Auswirkungen auf die St. Vither Klinik St. Josef haben. Das meldet die Nachrichtenagentur Belga.
Der föderale Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke betonte am Mittwoch im Gesundheitsausschuss der Kammer, dass eine Neuorganisation notwendig sei. Grund dafür seien vor allem der zunehmende Personalmangel und die alternde Bevölkerung.
Ziel sei es laut Minister nicht, Krankenhäuser zu schließen oder Pflegepersonal abzubauen. Künftig könnten Krankenhäuser in verschiedene Kategorien eingeteilt werden - etwa regionale Krankenhäuser, Universitätskliniken oder lokale medizinische Zentren.
Einige Einrichtungen müssten dabei möglicherweise ihr Angebot einschränken oder sich stärker spezialisieren. Auch die Klinik St. Josef in St. Vith gehört zu den Häusern, die in ihrer heutigen Form betroffen sein könnten.
Mehrere Abgeordnete warnten deshalb vor Problemen bei der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum. Sie befürchten längere Wege für Patienten. Konkrete Entscheidungen gibt es bisher aber noch nicht. Die Gespräche zwischen Föderalstaat und Regionen sollen weitergeführt werden.
belga/re