Die Personalsituation in den ostbelgischen Forstämtern sorgt für politische Kritik. Die drei Regionalabgeordneten Patrick Spies (SP), Freddy Mockel (Ecolo) und Christine Mauel (MR) werfen der wallonischen Regierung vor, zu wenig gegen die Unterbesetzung zu unternehmen.
Nach Angaben der drei Abgeordneten fehlen in den Dienststellen Eupen und St. Vith zahlreiche Mitarbeiter. In St. Vith könnten bis Ende 2026 nur noch sieben der ursprünglich 15 Stellen besetzt sein. In Eupen fehlen derzeit sechs von 15 Mitarbeitern.
Spies spricht von einer unhaltbaren Situation. Die fehlenden Förster hätten direkte Folgen für Gemeinden und Bürger. Betroffen sei auch die Bewirtschaftung der Wälder.
Mockel kritisiert zusätzlich, dass deutschsprachige Bewerbungsverfahren durch den Einstellungsstopp benachteiligt worden seien. Drei geeignete Kandidaten warteten derzeit noch auf eine Einstellung.
Die zuständige wallonische Ministerin Anne-Catherine Dalcq verwies auf Fachkräftemangel und strukturelle Probleme. Konkrete Sofortmaßnahmen kündigte sie jedoch nicht an.
mitt/re