Ein sechs Meter langer Blauwal steht seit Freitag am Quai Van Beneden in Lüttich. Mit der Installation will Greenpeace Belgien vor den Gefahren des Tiefseebergbaus warnen.
Der Wal wurde gegenüber dem Aquarium-Museum der Universität Lüttich aufgebaut. Das Kunstwerk stammt von der belgischen Firma Fisheye. Über ein Audiosystem erzählt der Wal eine Geschichte, die Besucher für den Schutz der Meere sensibilisieren soll.
Greenpeace warnt besonders vor den Folgen des Tiefseebergbaus. Dabei würden riesige Maschinen den Meeresboden abtragen, bis hin zu einer Tiefe von mehreren tausend Metern. Umweltverbände befürchten schwere Schäden an bisher kaum erforschten Ökosystemen. Auch Wale seien bedroht, weil der Lärm unter Wasser ihre Orientierung und Kommunikation störe.
Die Lütticher Umweltstadträtin Carine Clotuche unterstützt die Aktion. Sie erinnert daran, dass die Ozeane das Klima regulieren, CO₂ aufnehmen und einen großen Teil des Sauerstoffs produzieren.
Die Installation war bereits in Bredene, Gent, Brüssel, Louvain-la-Neuve und Charleroi zu sehen. In Lüttich bleibt der Wal bis zum 1. Juli.µ
Ein Walfisch in Brüssel: Greenpeace warnt vor den Gefahren von Tiefseebergbau
avenir/gaz