Die Provinz Niederländisch-Limburg stellt vier Millionen Euro für die Forschung zur Erweiterung des ETpathfinders in Maastricht bereit. Es handelt sich dabei um eine Art Prototyp für das geplante Einstein-Teleskop. Der Provinzrat hat die Förderung am Freitag einstimmig beschlossen.
Provinzrat Stephan Satijn spricht von breiter politischer Unterstützung. Er verweist auf das Interesse von Unternehmen und Bildungseinrichtungen und auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Insgesamt werden für das Testzentrum rund 50 Millionen Euro benötigt. Staat und Provinz haben davon bereits fast 30 Millionen Euro zugesagt.
Das Einstein-Teleskop soll später tief unter der Erde im Grenzgebiet von Süd-Limburg entstehen. Es besteht aus einem Dreieck aus unterirdischen Röhren mit jeweils zehn Kilometern Länge. Das Instrument soll Gravitationswellen messen und damit neue Einblicke in die Entstehung des Universums ermöglichen, etwa bei der Kollision von Schwarzen Löchern.
Im ETpathfinder werden dafür bereits Technologien getestet und weiterentwickelt. Dazu gehören unter anderem Kühltechnik und hochpräzise Messverfahren. Eine Erweiterung mit größeren Teststrukturen ist geplant.
Die Entscheidung über den Standort des Einstein-Teleskops fällt voraussichtlich Mitte 2027. Neben der Grenzregion bewerben sich auch Standorte in Italien und Deutschland.
l1/gaz