Die Grundschulen aus Elsenborn und Weywertz haben einen gemeinsamen Spendenlauf zugunsten eines Dorfprojekts im Senegal organisiert. Auf Herzebösch liefen und gingen rund 200 Kindergarten- und Grundschulkinder für den guten Zweck – unterstützt von Familie und Freunden, die im Vorfeld Spenden zugesagt hatten.
45 Minuten lang gaben die Kinder alles. Ob schnell oder gemütlich unterwegs – im Mittelpunkt stand die gemeinsame Aktion. Schon vor dem Lauf hatten viele Kinder in ihrem Umfeld Spenden gesammelt, etwa bei Verwandten, Nachbarn oder Bekannten.
Das gesammelte Geld kommt dem Projekt "Nandoumary Ko in Gooto" zugute. Ins Leben gerufen wurde es von der Ethiklehrerin Aurélie Brüls und ihrem Partner Damien Burnotte. Beide reisen leidenschaftlich gern – und ein Teil ihres Herzens ist im senegalesischen Dorf Nandoumary geblieben.
"Wir haben Karim kennengelernt, einen Dorfbewohner, der gleichzeitig als Touristenführer in seiner Region arbeitet. So kamen wir in Kontakt und haben über ein Jahr hinweg per WhatsApp den Austausch aufrechterhalten. Irgendwann entstand die Idee, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen."
Im vergangenen Sommer besuchten sie das Dorf erneut, lernten die Bewohner näher kennen und legten gemeinsam Ziele für die Partnerschaft fest. Rund 20.000 Euro werden benötigt, um die geplanten Maßnahmen umzusetzen. Im Fokus stehen dabei die Schule, die Lebensmittelverarbeitung und die Wasserversorgung im Dorf.
"Im Bereich Schule geht es vor allem um Stromversorgung, Licht und Solarpaneele, aber auch um Materialien sowie die Reparatur des Dachs. Bei der Lebensmittelverarbeitung möchten wir solarbetriebene Maschinen zur Verfügung stellen, da derzeit noch vieles per Hand erledigt wird – eine sehr zeitintensive und anstrengende Arbeit, insbesondere für die Frauen im Dorf."
Auch die Wasserversorgung soll verbessert werden: Zunächst sind geologische Studien geplant, um geeignete Wasserquellen zu finden. Langfristig ist eine neue Bohrung vorgesehen.
Nicht nur die Kinder liefen mit – auch Eltern und Lehrpersonen drehten ihre Runden. Für Erfrischung sorgte das Dorflädchen "An Ennen" aus Elsenborn, das Wasser und Obst zur Verfügung stellte.
Die Motivation der Kinder war groß. Davina: "Bei meiner Tante, bei meinen Eltern und bei meiner Oma." Levi: "Ich habe 15 Euro gesammelt." Und Lenny weiß, warum er mitgemacht hat: "Weil die Menschen in Nandoumary nicht genug Geld haben."
Ursprünglich wollten Aurélie Brüls und Damien Burnotte ihr Projekt im kleinen Rahmen halten und selbst finanzieren. Doch inzwischen haben sie ihre Initiative bewusst geöffnet.
"Wir sehen, dass Solidarität in unserer Gesellschaft nach wie vor eine große Rolle spielt und viele Menschen bereit sind zu helfen. Das ist für uns sehr berührend."
Am Ende des Tages stand die Spendensumme fest: 3.548 Euro sind zusammengekommen – Geld, das im Dorf Nandoumary im Senegal konkret und nachhaltig helfen kann.
Dogan Malicki



