Wegen anhaltender Trockenheit besteht erhöhte Brandgefahr. Teile des Naturschutzgebiets sind gesperrt, die roten Flaggen wurden gehisst. "Die Vegetation ist trocken. Wir haben aus diesem Grund, wie es in jedem Frühjahr der Fall ist, Brandgefahr", erklärt René Dahmen, Forstamtsleiter in Elsenborn. "Für die Einheimischen ist das nichts Außergewöhnliches. Touristen wiederum sind immer wieder erstaunt."
Die gute Nachricht: Spaziergänge rund um das Hohe Venn sind weiterhin möglich. Gesperrt sind nur jene Bereiche, die eine Gefahr für Besucher darstellen. "Das sind die Naturschutzgebiete Brackvenn Süd und Nord, sowie Kutenhard und Steinley. Darüber hinaus sind die großen Venngebiete bei Baraque Michel und am Signal de Botrange gesperrt."
Wichtig ist es, dass sich alle an die geltenden Vorschriften halten und die abgesperrten Zonen konsequent meiden. "Bei einem Vennbrand schreitet die Feuerwalze mit hoher Geschwindigkeit voran. Spaziergänger auf den Holzstegen haben dann keine Chance zu entkommen. Aus diesem Grund wird, als Sicherheitsmaßnahme für die Wanderer, gesperrt."

Die meisten Brände entstehen durch Unachtsamkeit. Der große Vennbrand im Jahr 2023 wurde durch ein illegales Lagerfeuer ausgelöst, betont Dahmen. Wer sich dennoch in gesperrten Bereichen aufhält, riskiert nicht nur seine eigene Sicherheit, sondern muss auch mit einem Bußgeld von 250 Euro rechnen.
Im Schnitt kommt es im Hohen Venn etwa alle zehn Jahre zu einem größeren Brand. Die Forstämter und lokalen Einsatzkräfte sind jedoch auf solche Situationen vorbereitet. "Jeder Brand ist anders. Vor allem die Windrichtung spielt bei der Brandbekämpfung eine große Rolle", erklärt Dahmen. "Unterm Strich haben wir die Erfahrungswerte und sind optimistisch, dass im Fall eines Brandes alles so gut verläuft, wie in den vergangenen Jahren."
Zum Ende der Woche könnte sich die Lage entspannen: Es ist Regen angekündigt, sodass die roten Flaggen möglicherweise bald wieder eingeholt werden können.
Dogan Malicki



