Die Entdeckung gelang einem Team des Dinosaurierparks Teufelsschlucht, das die Region seit einigen Jahren systematisch untersucht. In einer Gesteinsschicht aus der späten Triaszeit - vor rund 203 Millionen Jahren - fanden sie zahlreiche Fossilien, darunter Zähne, Knochenfragmente und Krallen. Besonders bedeutend: Drei Zähne, zwei Fußkrallen und ein Zehenknochen konnten eindeutig einem Raubsaurier zugeordnet werden.
Im Labor wurde das Material aufbereitet. Dabei kamen tausende winzige Fossilien zum Vorschein. Zwischen diesen Funden entdeckten die Forscher schließlich einen auffälligen, größeren Zahn mit gezackter Schneidekante. "Als ich die gezackte Schneidekante dieses Zahns bei der näheren Untersuchung sah, war mir sofort klar: Das ist etwas Besonderes", erklärt Paläontologin Dr. Lea Numberger-Thuy. Die Überreste gehören zu einem mittelgroßen Raubsaurier, vermutlich aus der Gattung Lophostropheus. Diese war bisher nur aus Frankreich bekannt. Der zweibeinige Dinosaurier war etwa vier Meter lang.
Klar ist: Das Potenzial der Region ist noch längst nicht ausgeschöpft. "Wir haben immerhin erst 20 Prozent des geborgenen Gesteins bearbeitet - es bleibt noch einiges zu entdecken."
Besucher können den Eifeler Raubsaurier bereits jetzt im Dinosaurierpark Teufelsschlucht erleben. Dort wird er als lebensechtes Modell gezeigt.
Radio-Interview mit Dr. Lea Numberger-Thuy im Player:
Dogan Malicki






