In der Filiale ephemerer Kunstformen am Rathausplatz in Eupen fällt der Startschuss für das Projekt "Creative Future Citizen". Gefördert durch Erasmus+ läuft es über zwei Jahre – abwechselnd in Eupen und im niederländischen Heerlen.
Eine wichtige Grundlage dafür ist das Buch "Les Jardins d’Eden", das Jean-Michel Crapanzano aus Heerlen gemeinsam mit seiner Frau Nathalie entwickelt hat. Es liefert die inhaltliche Basis für viele Ideen, die in den Workshops aufgegriffen werden. Im Buch wird eine Zukunft beschrieben, in der ein dichter Dschungel die Erde überwuchert hat und vier Figuren sich auf eine Reise zu sich selbst begeben.
"Die Figuren erleben eine Art Reise zu sich selbst, auf der sie sich mit grundlegenden Fragen auseinandersetzen: Was ist Liebe? Was bedeutet Verbindung? Wie ist unser Verhältnis zur Natur und zu Technologien? Im Zentrum stehen dabei die Themen Verbindung, Liebe und das Miteinander", sagt Jean-Michel Crapanzano.
Diese Fragen spiegeln sich auch in den Workshops wider, die Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammenbringen sollen. Es geht darum, gemeinsam kreativ zu arbeiten und neue Perspektiven zu entwickeln.
"Im Kern des Projekts steht die Idee, dass jeder von uns ein Künstler ist und dass wir diese kreativen Fähigkeiten – gerade in einer Zeit, in der KI eine immer größere Rolle spielt und viele Aufgaben übernimmt – wiederentdecken sollten", sagt Jana Rusch, die künstlerische Leiterin der Filiale ephemerer Kunstformen.
Dabei spielt auch die eigene Erfahrung eine wichtige Rolle. Die Teilnehmer sollen selbst aktiv werden, ausprobieren und sich austauschen. "Dabei ist es ganz wichtig, auch etwas in die Hand zu nehmen und selbst aktiv zu werden. Die Kunstwerke, die wir hier aufgebaut haben, sind extra so ausgerichtet, dass sie genau diesen Impuls bieten", so Rusch.
In verschiedenen Stationen – etwa mit Lego-Elementen, Virtual Reality oder interaktiven Aufgaben – werden Zukunftsszenarien nicht nur gedacht, sondern direkt erlebt und gestaltet. Unter anderem im Fokus: Demokratie, Vielfalt oder Umweltschutz.

"Was in diesem Projekt für uns besonders wichtig ist, ist die Idee, sich mit den Menschen zu verbinden und ihnen zu helfen, sich eine mögliche Zukunft vorzustellen", sagt Jean-Michel Crapanzano.
Ziel ist es, Menschen zu ermutigen, ihre eigene Rolle in dieser Zukunft zu erkennen. "Unser Ziel ist es, den Menschen bewusst zu machen, dass sie eine positive Rolle für die Zukunft spielen können. Die Workshops sollen ihnen helfen, genau dieses Bewusstsein zu entwickeln."
Wer sich selbst ein Bild machen möchte: Die ersten Workshops finden Freitagabend um 19 Uhr in der Filiale ephemerer Kunstformen am Rathausplatz in Eupen statt. Weiter geht es dann am Sonntag zwischen 14 und 18 Uhr. Informationen gibt es auf der Webseite von Pioneers now.
Dogan Malicki








