Atomkraftgegner wollen Dienstagabend gegen einen geplanten Castortransport in Nordrhein-Westfalen protestieren. Demnach soll der Behälter mit radioaktivem Müll kommende Nacht von Jülich nach Ahaus transportiert werden. Die Information ist aber nicht offiziell bestätigt.
Die Anti-Atomkraft-Initiativen planen Aktion an drei Orten: eine Mahnwache vor dem Forschungszentrum Jülich, eine Mahnwache entlang der A2 in Bottrop und eine symbolische Sitzblockade an einer Kreuzung in Ahaus.
Der erste Transport eines Atommüll-Behälters von Jülich nach Ahaus fand in der Nacht vom 24. auf den 25. März statt. Der stark gesicherte Transport verlief ohne besondere Zwischenfälle.
Laut Anordnung der Atomaufsicht muss das Zwischenlager in Jülich geräumt werden. Insgesamt werden 152 Behälter nach Ahaus gebracht. Darin werden die Brennelemente aus einem Versuchsreaktor transportiert. Die Brennstoffe in den Kugeln geben weiterhin radioaktive Strahlung ab und wären außerhalb der Castor-Behälter hochgefährlich. Die Anlage war von 1967 bis 1988 in Betrieb.
dpa/ake