Pünktlich um neun Uhr treffen die fleißigen Helfer ein. Bewohner, Vereinsleute, Politiker und die Patro-Mädchen St. Raphael Eupen sind motiviert, um Müll aus der Weser und der Hill zu fischen. Dort, wo die Weser und die Hill zusammenlaufen, direkt hinter dem Hotel Bosten, geht es ab ins Wasser. Die rund 30 Mädchen der Patro St. Raphael Eupen arbeiten sich die Hill, am Selterschlag, hinauf. Handschuhe, Warnwesten und Mülltüten hat - wie immer - die Stadt Eupen bereitgestellt.
Keine Sekunde im Wasser, schon greifen Hände nach Dosen, Plastik oder Zigarettenstummel. Zahlreiche Abzeichen sind auf dem grün-weißen Halsband von Laura Cremer zu sehen. Sie ist seit zwei Jahren die Hauptleiterin der Patro-Mädchen St. Raphael Eupen.
"Wir machen hier mit, weil wir es wichtig finden, unseren Mädchen bestimmte Werte zu vermitteln. Das bedeutet auch, auf die Umwelt zu achten. Die Werte müssen an die nächste Generation weitervermittelt werden. Darüber hinaus wollen wir zeigen, dass wir auch Aktivitäten nachgehen, bei denen wir anderen unter die Arme greifen."
Schweres, Unhandliches - wie zum Beispiel lange Metallstücke - tragen die Freiwilligen mit vereinten Kräften hoch zur Straße. Mitarbeiter des Bauhofs schauen immer wieder vorbei und nehmen Sperriges mit. Nadia Reinartz hat schon so einige Sachen in Weser und Hill entdeckt. Sie arbeitet seit 30 Jahren bei der Stadt Eupen. Fast genauso lange betreut sie die Aktion "Saubere Weser".
"Ja, das ist eine Herzensangelegenheit. Der Flussvertrag von Weser und Hill sieht den Aktionstag schon seit Jahrzehnten vor. Ziel ist es, die betroffenen Gemeinden zu motivieren, etwas gegen den Müll entlang der Flussläufe zu tun. Wir haben mal einen Rücksitz aus einem Auto gefunden. Da kann man einfach nur mit dem Kopf schütteln. Einen schweren Ofen haben wir auch schon herausgefischt. Seitdem es die Wertstoffhöfe gibt, finden wir solche Sachen aber glücklicherweise nicht mehr."
Platsch, klar: Die Steine sind rutschig - das eine oder andere fleißige Mädchen musste natürlich ins Wasser fallen. Dann heißt es: Ab ans Ufer, Wasser aus den Gummistiefeln und wieder ab in die Hill. Pia und Lisanne tragen nicht nur einen vollen Müllsack mit sich, sondern auch volle Gummistiefel.
Beide sind schon seit vielen Jahren bei den Patro-Mädchen Eupen und grinsen über beide Ohren. "Wir haben heute einen Massageball, Metall- und Plastikteile gefunden." "Wir machen das Ganze, um der Umwelt zu helfen. So können die Pflanzen freier wachsen und die Tiere besser leben."
Zahlreiche Müllsäcke und jede Menge - auf den Punkt gebracht - Schrott kamen mal wieder zusammen. Rund drei Stunden lang haben die Freiwilligen entlang der Weser und Hill in der Eupener Unterstadt Müll eingesammelt. Eine Art Bachspaziergang unter Freunden, bei bestem Wetter und gleichzeitig was Gutes für die Umwelt tun. Die Aktion "Saubere Weser" in diesem Jahr war wieder ein voller Erfolg.
Dogan Malicki



Auch die KLJ Eynatten hatte diese Aktion.
Und die Pater-Damian-Grund - und Förderschule auch.