Der Gemeinderat von Burg-Reuland hat einstimmig die erste Abänderung des laufenden Haushalts beschlossen. Es bleibt ein Überschuss von knapp 150.000 Euro.
Finanzschöffe Serge Dollendorf, der sein Amt noch bis zur anstehenden Rechnungslegung wahrnehmen will, erläuterte die meist geringfügigen Anpassungen.
Der Investitionshaushalt wird um gut 100.000 Euro aufgestockt, auf beinahe 1,5 Millionen Euro.
Klimaanlage für die Finanzverwaltung
Unter anderem sollen im Gemeindehaus in Thommen die Finanzverwaltung und ein Serverraum mit einer Klimaanlage ausgestattet werden, weil das Arbeiten dort bei sommerlicher Hitze nur schwer erträglich ist. Shayne Piront fragte, ob es nicht sinnvoll sei, auch eine bessere Isolierung vorzusehen, um Stromkosten einzusparen. Ohnehin ist aber für das Gemeindehaus und andere kommunale Gebäude ein Energieaudit geplant, hieß es aus dem Gemeindekollegium.
Der Gemeinderat sieht auch eine Summe für zwei forstwirtschaftliche Wege vor, die er auf der vorigen Sitzung aus dem Katalog für die nicht bezuschussbaren Arbeiten in den Gemeindewäldern herausgenommen hatte, um sie durch die eigenen Dienste in Ordnung bringen zu lassen.
Kriterien für möglichen Geländetausch
In Alster sucht die Gemeinde per öffentlichem Aufruf potenzielle Interessenten für einen Geländetausch. Es geht um ein isoliert gelegenes, relativ kleines landwirtschaftliches Stück Land mit einer Fläche von 13.818 Quadratmetern. Mögliche Pachteinkünfte stünden in keinem Verhältnis zum administrativen Aufwand.
Im Tausch dafür wäre die Gemeinde vorzugsweise an Flächen interessiert, die an Gemeindeland oder -wald grenzen oder im Einzugsbereich von Quellfassungen liegen. Auch Naturgebiete kämen in Frage oder etwa Steinbrüche, weil sie als Kompensation bei anderen Projekten vorgeschlagen werden könnten.
Die erhoffte Transaktion in Alster könnte Modell stehen für andere Klein- und Kleinstflächen der Gemeinde, für die es schwer sei, einen Käufer zu finden.
In Weweler regularisiert die Gemeinde im Einvernehmen mit Anwohnern die Eigentumsverhältnisse am Friedhofsgelände und den Verlauf von zwei Gemeindewegen - zum symbolischen Euro.
Geschwindigkeit in Handwerkszone Schirm
Für die gesamte Handwerkszone Schirm wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 50 Kilometer pro Stunde begrenzt, "damit dort nicht so gerannt wird", wie Schöffe Jean Lafleur erklärte. Die Nutzung der Wege in der Handwerkszone ist dem Ortsverkehr vorbehalten.
Im Weg Kreuzberg zwischen Thommen und Grüfflingen wird auf Höhe der kommunalen Werkshalle (unterhalb der Kreuzung "Schöne Aussicht") ein Zebrastreifen angelegt.
Die Gemeinde Burg-Reuland verlängert ihre Mitgliedschaft bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ostbelgien. Der Beitrag wird anhand der Bevölkerungszahl errechnet und liegt bei gut 5.000 Euro.
Der Gemeinderat ratifizierte auch den erneuten Beitritt zum Rahmenabkommen der Abwasser-Interkommunale AIDE, über das die Gemeinde deren Ankaufszentrale für die Gesundheits- und Sicherheitskoordination in der Planungs- und Bauphase gemeinsamer Projekte in Anspruch nehmen kann. Nicht zuletzt mit Blick auf das noch ausstehende Projekt einer Kläranlage in Oudler.
Unterstützung erhalten von der Gemeinde der landwirtschaftliche Betriebsdienst "Ardennen-Eifel" (116 Euro), die Tagesstätte Meyerode (125 Euro) sowie die anerkannten Landfrauengruppen aus Aldringen, Burg-Reuland/Lascheid, Espeler, Maldingen, Oudler und Thommen/Grüfflingen (je 150 Euro).
Aus eigener Tasche steuerten die Gemeinderatsmitglieder während der Sitzung ihren Teil bei als Spende für Ronja Schütz aus Weisten, die in den Osterferien mit dem Rad nach Oslo fährt, um Spenden für die Behandlung krebskranker Kinder zu sammeln.
Stephan Pesch