Wer hätte das gedacht? Für Bernd Hugo war es bereits der fünfte Staatsbesuch im Tross des Königspaares. Nach Polen, Südkorea, den Niederlanden und Luxemburg, war er nun auch in Norwegen Teil der belgischen Delegation.
"Diese Staatsbesuche sind für die Wirtschaftsdelegation immer sehr, sehr wichtig. Der Besuch des Königspaars in einem anderen Land ist immer ein Türöffner. Das sorgt dafür, dass auch die Geschäftsführer der großen Konzerne des Gastgeberlandes vertreten sind - und auch mit offenen Ohren", so Bernd Hugo.
Energie, Verteidigung, Wirtschaft: Die engere Verzahnung beider Nationen stand schon vor der Reise fest. Doch der Begriff "Staatsbesuch" täuscht über den harten Kern der Agenda hinweg. Es geht nicht um Protokoll-Folklore, sondern um die gezielte Maximierung profitabler Kontakte, erklärt Bernd Hugo.
"Die Staatsreise war sehr gut organisiert. Wir haben die Zeit in der straffen Agenda sehr gut genutzt, weil eben ganz gezielt Termine für jeden einzelnen Teilnehmer maßgeschneidert zusammengestellt werden. Was mich und die Firma Karl Hugo betrifft, war dafür die AWEX, die wallonische Exportagentur, zuständig. Und die haben wirklich ganze Arbeit geleistet."
Bernd Hugo sieht nach der Reise jedenfalls Chancen, neue Märkte zu erschließen. Und nicht nur in Norwegen. "Wir hatten uns für verschiedene Events eingeschrieben, bei denen es um Nuklearenergie, Medizintechnik und Verteidigungsindustrie ging. Da haben wir mit verschiedenen Geschäftsführern gesprochen und Kontakte knüpfen können - auf der norwegischen Seite, aber auch innerhalb der belgischen Delegation. Und das auf oberster Ebene. Was eigentlich schwierig und unmöglich ist, wird auf so einer Staatsreise möglich gemacht. Ich stehe jetzt im direkten Austausch mit Kunden und potentiellen Kunden auf sowohl belgischer als auch norwegischer Seite nach diesem Staatsbesuch."
Ein Besuch, der zeigt, dass die Wege von der Eifel bis zu den norwegischen Gasfeldern kürzer sind, als man denkt - besonders wenn es um die Zukunft unserer Industrie geht.
Manuel Zimmermann