In Eupen-Kettenis wird es in der nächsten Session 2027/2028 keinen Prinzen geben. Das teilt die Arbeitsgemeinschaft Karneval Eupen-Kettenis mit. Der Kandidat sei von der Stadt abgelehnt worden, schreibt sie.
Der Eupener Bürgermeister Thomas Lennertz erklärte dem BRF, das Eupener Gemeindekollegium habe den Kandidaten einstimmig abgelehnt, weil sein Leumundszeugnis nicht einwandfrei sei. Um welchen Vorfall es sich genau handelt, wollte Lennertz nicht sagen. In den Augen des Kollegiums ist der Kandidat nicht geeignet, die Stadt Eupen im Karneval und nach außen hin zu vertreten. Die Gemeindeverantwortlichen fürchten außerdem, dass diese Informationen früher oder später an die Öffentlichkeit gelangt wären. Die Diskussionen darüber hätten das Bild des Karnevals beschmutzt, so Lennertz.
Die Eupener Prinzengarde und die AGK stellen sich indes geschlossen hinter ihren Kandidaten. Die Geschichte liege einige Jahre zurück, sagte der Präsident, Alain Brock, dem BRF. Man habe die Person vorgeschlagen, weil man denke, dass er das Amt zur vollsten Zufriedenheit ausgefüllt hätte. Die AGK habe das Gespräch mit der Stadt Eupen gesucht, ohne eine Einigung zu erzielen. Man werde deshalb für die kommende Session keinen alternativen Kandidaten stellen können und wollen. Trotzdem bleibe das Ziel, den Karneval in Eupen weiterhin als kulturelles Ereignis zu erhalten, zu fördern und zu stärken.
Der Eupener Prinz wird von der Stadt proklamiert, deshalb muss das Gemeindekollegium dem Prinzen zustimmen. Es ist das dritte Mal in der Geschichte des Eupener Karnevals, dass ein Prinz abgelehnt wird.
ake