Ausgewiesene Flächen, wo Halter ihre Hunde frei, ohne Leinenzwang laufen und toben lassen können – diese Idee wollte „Mit Uns“ in einer Ausschusssitzung beraten. Welche Standorte wären geeignet, wie könnte der rechtliche Rahmen aussehen und was würde es die Gemeinde kosten? Doch dazu wird es nicht kommen. Der Vorschlag erhielt von CSL und Ecolo eine Abfuhr.
Sie listeten eine ganze Reihe von Gegenargumenten auf: Auf Hundewiesen komme es häufiger zu Streit unter Hunden, ihren Haltern oder mit Anwohnern. Das sei jedenfalls die Erfahrung, die Kelmis mit Hundewiesen gemacht habe. Darüber hinaus verwies die Mehrheit auf die privaten Gärten oder Hundevereine. Dort könnten Halter ihre Tiere ebenso frei und ohne Leinenzwang laufen lassen. Manche Vereine böten freies Auslaufen für Hunde an. Halter müssten dazu nicht einmal Mitglied im Verein sein.
Kritik an GoFiber
Die Gemeinde Raeren beklagt, dass beim Verlegen der Glasfaserleitungen aufgerissene Straßen oft nur mangelhaft geschlossen würden. Ähnliches hätten auch andere Gemeinden festgestellt und zum Teil einen Baustopp verhängt, erklärte das Gemeindekollegium. Die verantwortliche Firma GoFiber habe inzwischen aber einen anderen Subunternehmer beauftragt, um aufgerissene Straßen zu asphaltieren. Mehrheit und Opposition teilten den Eindruck, dass die Arbeiten am künftigen Glasfasernetz in Ostbelgien nur schleppend vorankämen.
Gewerbegebiete
In Raeren werden die Baugrundstücke im Gewerbegebiet knapp. Das sagte Bürgermeister Mario Pitz auf Nachfrage der Mit-Uns-Opposition. Die Gemeinde konnte Firmen, die größere Parzellen suchten, kein passendes Grundstück mehr anbieten. So gebe es im Rovert nur noch wenige kleinere Parzellen, die verkauft werden können, sagt er. Um ein neues Gewerbegebiet zu erschließen, braucht man laut Pitz bis zu zehn Jahre Vorlaufzeit. Daher setzt Raeren kurzfristig auf ein Monitoring der Gewerbeflächen. Das soll in den Fällen helfen, wo die Gemeinde kein geeignetes Grundstück für einen Interessenten besitzt. Dann will sie dabei helfen, auf dem privaten Markt ein Grundstück zu finden.
Bergscheider Hof
Der Bergscheider Hof in Raeren soll einen leichteren Zugang für Menschen mit eingeschränkter Mobilität erhalten. Allerdings fällt es schwer, einen Architekten für das Projekt zu finden. Erst nach mehrfacher Ausschreibung seien nun zwei Angebote eingegangen. Dies habe den Umbau unfreiwillig verzögert, erklärte Schöffe Thomas Schwenken auf Nachfrage der Opposition. Vor der Suche nach einem neuen Pächter für den Bergscheider Hof setzt das Gemeindekollegium auf die Anregungen der Vereine, die den Saal nutzen. Ihre Anforderungen bildeten die Basis für einen neuen Pachtvertrag. Anschließend werde ein neuer Pächter gesucht.
Olivier Krickel