Astronomen der Universität Lüttich haben herausgefunden, was Forscher auf aller Welt seit 50 Jahren zu verstehen versuchen: Es geht um die ungewöhnliche Strahlung des Doppelsterns Gamma Cassiopeiae. Diese Stern sendet extrem hohe Röntgenstrahlen aus. Die Lütticher Astronomen haben nun geklärt, dass die Strahlung nicht von dem Stern selbst ausgeht.
Vielmehr ist die Strahlung auf einen unsichtbaren Begleiter zurückzuführen, einen sogenannten Weißen Zwerg. Dieser Begleitstern zieht ständig Material vom großen Stern ab, wodurch die starke Strahlung entsteht. In klaren Nächsten ist der hell leuchtende Stern sogar mit bloßem Auge zu sehen. Dennoch konnten Forscher bislang nie herausfinden, was rund um den Stern passiert. Die neuen Erkenntnisse werden dazu führen, dass bisherige Rechenmodelle zur Sternenentwicklung überarbeitet werden müssen.
belga/dop