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J1T: Einstieg in die Arbeitswelt: Wertvolle Erfahrungen dank Studentenjobs

19.03.202617:55
  • Eupen
  • Journalist für einen Tag
  • Jugendinfo Ostbelgien
  • Robert-Schuman-Institut
J1T: Interview mit David Langela von Jugendinfo
J1T: Interview mit David Langela von Jugendinfo (Bild: Lena Orban/BRF)

Mit der Frage, was Schüler oder Studenten dazu bewegt, einen Studentenjob zu machen und wie die Arbeitgeber Studenten in ihre Unternehmen einbinden, haben sich Max und Lynn vom Robert-Schuman-Institut beschäftigt und im Rahmen des Projektes "Journalist für einen Tag" mal nachgefragt.

Ob Rasenmähen, am Empfang aushelfen oder Spülen in einem Restaurant - es gibt einige Möglichkeiten, um neben Schule oder Studium sein Taschengeld aufzubessern. Für Schüler Micka ist das aber nicht der einzige Vorteil eines Studentenjobs. "Weil es wichtig ist, sich weiterzubilden für die Arbeit und man sich auch was dazuverdienen kann."

In der Vergangenheit hat Micka einen Studentenjob beim Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Eupen gemacht. "Ich habe mal in den Sommerferien im Parlament gearbeitet und habe dort Inventarisierung gemacht. Ich musste mithilfe einer Datenbank Gegenstände im Büro zählen und zuordnen und gucken, ob alles vollständig ist."

Für die Arbeitgeber sind Studenten eine willkommene Abwechslung und auch nützlich, um Personallücken zu füllen, sagt Christel Förster, die im Parlament der DG in der Personalverwaltung arbeitet. "In den vergangenen Jahren ist es schon einmal so gewesen, dass Mitarbeiter in den Sommermonaten Urlaub nehmen, und dadurch Engpässe entstehen. Dadurch entsteht dann schon ein Bedarf, weshalb wir da auf Studenten zurückgreifen."

J1T: Interview mit Christel Förster aus der Personalverwaltung im Parlament der DG
J1T: Interview mit Christel Förster aus der Personalverwaltung im Parlament der DG (Bild: Lena Orban/BRF)

Die Möglichkeiten für Schüler und Studenten sind sehr vielfältig. Bei Fragen zum rechtlichen Rahmen oder Tipps zur Jobsuche ist die Jugendinfo eine Anlaufstelle in Ostbelgien. David Langela berät junge Menschen und beantwortet ihre Fragen. "Grundsätzlich kommen die meisten erst einmal, weil sie einen Studentenjob suchen und wissen möchten, wie das überhaupt funktioniert: Wie viel darf ich arbeiten und so weiter. Hin und wieder kommen auch Eltern oder Jugendliche selber, weil vielleicht bei einem Arbeitgeber etwas nicht gut funktioniert, es mit der Bezahlung hakt oder vielleicht die Überstundenregelung nicht eingehalten wird."

Selten berichten Jugendliche der Jugendinfo von negativen Erfahrungen in Studentenjobs, sagt David Langela. Er rät jungen Leuten, immer einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben, um abgesichert zu sein. "Ich weiß natürlich auch, dass die Realität manchmal etwas anders aussehen kann. Da sollte man schon darauf achten, dass es nicht komplett aus dem Ruder läuft. Man hat als Student auch das Recht zu sagen, ich begebe mich hier in die Illegalität. Man sollte dann nicht zögern zu sagen, dass man das nicht macht. "

Neben Micka sammelt auch Schülerin Joyce Erfahrungen in ihrem Studentenjob. Seit drei Jahren arbeitet sie in einer Bäckerei. "Ich verkaufe, ich bediene die Leute, ich mache Frühstücke, ich belege Brötchen." Durch den Job habe sie nicht nur gelernt mit Stress umzugehen, sondern auch ihr Umgang mit Geld habe sich verändert.

Beide, Micka und Joyce, raten anderen Jugendlichen, auch Erfahrungen in einem Ferien- oder Studentenjob zu sammeln.

Projekt "Journalist für einen Tag": Max und Lynn vom RSI Eupen

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