Ein etwas anderer Start in den Skatealltag von Noah Pelzer. Nach einem missglücktem Trick am Vorabend ist sein Board zerbrochen. Seine eingefahrenen Achsen kommen an ein neues Board. Das ist nichts Neues für den 20-Jährigen, der seit seinem 16. Lebensjahr mit seinen Füßen auf dem Brett steht.
Vor vier Jahren hat für ihn alles angefangen - mit ein bisschen Unterstützung. "Mich hat ein Kumpel zum Skatepark gebracht, dann habe ich angefangen, mit ihm zu fahren und ja, jetzt ist es zu meiner Leidenschaft geworden."
Seine Leidenschaft zieht ihn vier Mal die Woche in den Skatepark. Mehrere Stunden verbringt er auf und neben den Rampen. Der Eupener stellt sich ständig neuen Herausforderungen. Dabei geht er an seine Grenzen und lernt neue Tricks.
Einen beherrscht er besonders gut. "Mein Lieblings-Trick ist auf jeden Fall der Noseslide. Da slidet - also rutscht - man auf der vorderen Seite vom Skateboard und landet dann wieder auf den vier Rädern. Das ist auf jeden Fall ein Trick, der mir sehr gefällt, weil das einfach ein tolles Gefühl ist."
Ein tolles Gefühl für Noah ist auch der jährliche Skatecontest in Eupen. Im Sommer treffen da die besten Skater der Region aufeinander. Seit drei Jahren nimmt er daran teil und im letzten Jahr hat es für den zweiten Platz gereicht. Diesmal soll es der erste Platz werden.
Vor allem freut er sich aber darauf, neue junge Skater kennenzulernen. "Mich motiviert es einfach, die neue Generation von Kindern zu sehen, die hier auch anfängt zu üben. Das macht auch immer Spaß, weil das halt auch immer so einen Rückblick gibt, wie ich angefangen habe."
Besonders bei gutem Wetter zieht es Noah in den Park. Heute sind die Bedingungen ideal. In der Region ist das nicht immer der Fall. Bei schlechtem Wetter fehlt in Eupen ein geeigneter Ort zum Skaten. "Hier fehlt auf jeden Fall eine Halle. Falls es mal schneit oder kälter ist oder regnet, dann hat man nicht die Möglichkeit, in einem Park zu fahren. Also da braucht man echt schönes Wetter."
Wenn die Sonne scheint, nutzt Noah jede freie Sekunde, um auf sein Board zu steigen und sein Hobby auszuüben. Damit hält er die Eupener Skateszene weiterhin aktiv und motiviert Jüngere, seinem Beispiel zu folgen.
Projekt "Journalist für einen Tag": Yara, Max und Abdul vom RSI Eupen


