Generell gilt in Belgien: Vapes darf man erst ab 18 Jahren kaufen und in der Nähe von Schulen nicht konsumieren. Die Realität sieht aber anders aus. Obwohl das Vapen an der Maria-Goretti-Sekundarschule verboten ist, werden hier Schüler dabei erwischt. Doch welche Konsequenzen drohen?
"Dann erhalten sie eine Strafe, sie müssen dann eine gewisse Zeit auch bei uns im Studiersaal sein, weil die meisten versuchen zu rauchen, wenn die Mittagspause ist", erklärt die beigeordnete Direktorin Monique Pint. "Das heißt also, wenn sie auf dem Schulgelände sind, versuchen sich manche auch zu verstecken, indem sie dann irgendwo in einer kleinen Ecke rauchen gehen, aber das ist nicht erlaubt und wenn sie erwischt werden von den Erziehern oder von den Kollegen, dann erhalten sie eine Strafe."
Die Zahl der vapenden Schüler ist in den letzten Jahren gestiegen, aber was motiviert die jungen Menschen, den süßen Qualm einzuatmen? Ein 16-jähriger Schüler, der anonym bleiben möchte und selbst täglich zur Vape greift, verrät uns seine Motivation.
"Ich hatte mal angefangen, bei Freunden zu ziehen und das hat mir dann irgendwie auch gefallen und geschmeckt. Dann hab ich auch irgendwann permanent angefangen und ich finde schon, dass das ein gutes Gefühl ist."
Wie will die Schule in Zukunft mit dem Thema "Vapen" umgehen? "Wir haben uns überlegt, dass wir in Austausch gehen auch mit Experten zum Beispiel der ASL", sagt Lehrerin Marei Schwall, Mitglied des pädagogischen Rates an der MG. "Und dass solche Präventionsthemen immer wieder auf die Bühne gebracht werden müssen. Dass wir das nicht nur einmal ansprechen und dann ist das gut, sondern dass das über die ganze Schullaufbahn immer wieder kommt. Wir haben uns abgesprochen, in welchen Unterrichten das auf welche Art passieren könnte."
Also die Schüler weiter sensibilisieren. Der Schüler, der anonym bleiben möchte, findet das tatsächlich positiv. "Aufklärung fände ich eigentlich schon gut, weil das ist schon schädlich. Ich habe es auch erst dieses Jahr beigebracht bekommen, was das eigentlich ist und in den vorherigen Jahren eigentlich nicht."
Die MG wünscht sich eine noch strengere Gesetzgebung, um das Problem in den Griff zu bekommen und hat dazu auch den Schulträger BSDG kontaktiert - der hat inzwischen Kontakt mit Politikern aufgenommen und sie auf das Thema aufmerksam gemacht.
Projekt "Journalist für einen Tag": Joline Jodocy und Tessa Peiffer von der MG

