Die niederländische Grenzregion gilt laut einer neuen Untersuchung von RTL Nieuws als Hotspot des Drogenhandels. Besonders betroffen ist die niederländische Stadt Heerlen.
In der sogenannten "Onderwereldkaart" (Unterweltkarte), die 336 Gemeinden vergleicht, landet Heerlen erneut auf Platz eins. Dort gibt es pro Einwohner durchschnittlich mehr Fälle von Drogen- und Waffenhandel als in Großstädten wie Rotterdam, Den Haag oder Amsterdam.
Viele Bewohner berichten von offenem Drogenhandel auf der Straße. Bürgermeister Roel Wever nennt Heerlen offen "die Drogenstadt der Niederlande". Er fordert mehr Polizeikräfte. Seit 2022 seien rund 30 Vollzeitstellen weggefallen. Ohne mehr Personal sei der Kampf gegen die Drogenkriminalität kaum zu gewinnen.
Ein Grund dafür ist laut Polizei die Lage direkt an der Grenze zu Deutschland und Belgien. Kriminelle nutzten diese Situation gezielt aus und dehnten ihre Aktivitäten über mehrere Länder aus. Das erschwere die Ermittlungen erheblich.
rtl.nl/gaz