Den Angaben zufolge war es deutlich zu spüren, und zwar auf beiden Seiten der Grenze. Auf belgischer Seite gab es Erschütterungen in Eupen und Malmedy, sogar bis nach Verviers. Auf der anderen Seite war es rund um Monschau, aber auch in der Städteregion Aachen und im Kreis Düren zu spüren. Laut dem Erdbebendienst könnten insgesamt bis zu 850.000 Menschen etwas bemerkt haben.
Häufiger Beben - warum?
Die Region Hohes Venn/Ostbelgien liegt in einer geologisch aktiven Zone, die zur sogenannten Niederrheinischen Bucht gehört, zwischen Aachen und Köln. Diese Region ist von vielen tektonischen Bruchzonen durchzogen, die sich langsam gegeneinander verschieben. Dadurch kommt es regelmäßig zu kleinen Erdbeben.
Richtung Süden, also in der Eifel, klingt diese Aktivität ab, deshalb kommt es hier nur vereinzelt zu kleineren Beben.
Letztes Beben 2021
Es war das erste deutlich spürbare Erdbeben seit Januar 2021. Seitdem gab es kein stärkeres Beben mehr, also eins, das man gespürt hätte. Damals, vor fünf Jahren, kam es zwischen Stolberg und Aachen zu einer Serie von kleineren Erschütterungen. Schäden gab es damals wie heute nicht.
Wenn wir weiter in die Geschichte zurückblicken, dann erfahren wir, dass es 1692 in den Ardennen sogar ein richtig starkes Beben gab, mit einer geschätzten Stärke von 5,8 bis 6,2. Das hat damals schwere Schäden angerichtet.
BRF-Hörer Patrick Schumacher hat uns auf den Auszug im "Hamburger Relations-Courier" vom 27. Februar 1756 aufmerksam gemacht. Darin ist von einem sehr starken Erdbeben in Eupen die Rede, das am 8. Februar 1756 zwischen 8 und 9 Uhr stattgefunden habe. "Sehr viele Schornsteine" seien "herunter gefallen". Der Vorfall habe "unter den Menschen einen unbeschreiblichen Schrecken verursacht". Am nächsten Morgen gab es laut Hamburger Relations-Courir ein Nachbeben.

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