Das Strafgericht in Lüttich hat im Fall des tödlichen Balkon-Einsturzes am Hotel Ryad Mogador vier Angeklagte verurteilt. Der Hotelbesitzer, ein Architekt sowie zwei beteiligte Firmen wurden für ihre Verantwortung an dem Unglück schuldig gesprochen.
Bei dem Einsturz am 21. März 2021 kamen zwei Menschen im Alter von 67 und 47 Jahren ums Leben. Mehrere Personen hielten sich auf einem Balkon auf, der plötzlich nachgab. Das Gericht stellte fest, dass mehrere Fehler zum Unfall führten und dieser daher vorhersehbar gewesen sei.
Der Hotelbesitzer und der Architekt wurden jeweils zu einem Jahr Haft auf Bewährung sowie zu einer Geldstrafe von 8.000 Euro verurteilt, von der die Hälfte ebenfalls auf Bewährung ausgesetzt wurde. Die Firmen erhielten Geldstrafen in Höhe von 320.000 Euro und 160.000 Euro.
belga/re