Der Gemeinderat von Amel hat die Wegeunterhaltsarbeiten 2026 genehmigt. Die Kosten belaufen sich auf rund 800.000 Euro (ohne Mehrwertsteuer).
Vorgesehen sind besonders schadhafte Wegeabschnitte, zum Teil erfolgt die Straßenerneuerung auch parallel zum Verlegen von Versorgungsleitungen. Die Liste der ausgewählten Teilstücke erstreckt sich praktisch über die ganze Gemeinde Amel, so namentlich in den Ortschaften Heppenbach, Halenfeld, Herresbach, Medell, Meyerode, Mirfeld, Montenau, Schoppen und im Dorf Amel.
Bau- und Wegeschöffe Thomas Jacobs stellte das "umfangreiche" Programm vor und erklärte, dass es sich bei den Kosten natürlich um Schätzungen handele - es gelte abzuwarten, was die Ausschreibung erbringt.
Mit den Bürgersteigen hält sich die Gemeinde nach den Worten von Bürgermeister Erik Wiesemes noch zurück, bis die Verlegung und der Anschluss von Glasfaser abgeschlossen sind. Im laufenden Jahr sind nur zwei Bürgersteige eingeplant. Thomas Jacobs ergänzte aber vorbehaltlich, dass alle Bürgersteige, die aufgerissen wurden und entlang von Gemeindewegen liegen, über die ganze Breite erneuert würden.
Erbauvertrag für Windpark mit Büllingen
Mit Blick auf den gemeinsamen Windpark mit Büllingen hat der Ameler Gemeinderat den Erbbauverträgen zugestimmt. Die Flächen werden für eine jährliche Vergütung von 7 Euro pro Megawattstunde zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um zwei Verträge, weil eines der Windräder im Wald auf einer Fläche steht, die laut einem früheren Gemeinderatsbeschluss aus dem Forstregime entnommen werden soll. Diese Prozedur kann sich aber noch etwas hinziehen.
Vorausgegangen war der Sitzung eine Videokonferenz mit dem Büllinger Gemeinderat und dem Projektträger Courant d’Air. Bürgermeister Erik Wiesemes verwies darauf, dass auch der Anschluss des Windparks über das Gelände der Gemeinde Amel vorgesehen werden müsse. Auf einzelnen Abschnitten lägen aber schon die nötigen Kabel.
Erbpachtvertrag mit der VoG „Dorfhaus Mirfeld“
Die Gemeinde schließt mit der VoG „Dorfhaus Mirfeld“ einen Erbpachtvertrag an. Er läuft über 30 Jahre und umfasst neben dem Dorhaus auch dessen Bering, zu dem auch das Feld hinter dem Dorfhaus gehört.
Die Vergütung beträgt 1 Euro pro Jahr. Erik Wiesemes meinte, es sei davon auszugehen, dass Mitte des Jahres alles abgeschlossen sei - es sei aber Sache der VoG das mitzuteilen.
Zuschuss für Festhalle „Zum Tünnes“
Die Karnevalsgesellschaft „Degdeberjer Tünnesse“ erhält von der Gemeinde rund 80.000 Euro, um ihre Festhalle „Zum Tünnes“ renovieren zu können.
Das Projekt wird von der Deutschsprachigen Gemeinschaft mit 60 Prozent bezuschusst. KG und Gemeinde teilen sich die verbleibende Summe.
Transport zu Schwimm- und Sportunterricht
Die Gemeinde schreibt den Transport der Schulkinder der Gemeindeschulen zum Schwimm- bzw. Sportunterricht für ein Jahr neu aus. Alle zwei Wochen werden die Grundschüler zum Schwimmunterricht ins Sport- und Freizeitzentrum nach St. Vith gebracht. Einzelne Schulen nutzen auch die Sporthalle des SFZ oder eine Halle im Nachbarort.
Die Kostenschätzung beläuft sich auf 60.000 Euro (ohne Mehrwertsteuer). Die Ausschreibung sieht vor, dass für jeden Businsassen ein Sitzplatz mit Sicherheitsgurt vorgesehen wird. Der Beschluss gilt nur für ein Jahr, weil sich in Born beim Sportunterricht mit dem neuen Vereinsheim etwas ändern dürfte.
Montenauer Klosterwald definitiv angekauft
Der Ameler Gemeinderat beschloss auch definitiv, den Wald am Kloster Montenau zu kaufen. Der Steyler Orden hatte die Waldungen angeboten. Die Summe beläuft sich auf rund 150.000 Euro. Forstschöffe Patrick Heyen bekräftigte, dass die Gemeinde Amel nach wie vor daran interessiert sei, Wald zu kaufen, insbesondere wenn er an Gemeindewald grenze.
Stephan Pesch