Michael Scholl war 2009 für die PFF in den Stadtrat eingezogen. 2012 übernahm er bereits das Schöffenamt. Nach zwei Legislaturen als Bauschöffe wurde er nach der letzten Wahl wieder einfaches Ratsmitglied. In der neuen Mehrheit habe er sich nicht wirklich wohlgefühlt und wiedergefunden, so Scholl wörtlich. Für ihn nachrücken wird Semra Bosjnak. Scholls letzter Vorschlag im Stadtrat - einen Tagesordnungspunkt zu einem Parkverbot zu vertagen – wurde von der Mehrheit nicht angenommen.
Um die Durchfahrt für landwirtschaftliche Fahrzeuge zu gewährleisten, wird in der Merolser Heide zwischen der St. Brigida-Kapelle und dem Grillplatz ein beidseitiges Park- und Halteverbot eingerichtet. Als Ersatz sollen zwei bis drei Schotterparkplätze angelegt werden. Michael Scholl sprach von einer viel zu radikalen Maßnahme, für die es bessere Lösungen gebe.
Auch Claudia Niessen von Ecolo hielt die Maßnahme für unausgereift und konnte der Notwendigkeit angesichts einer langjährigen problemlosen Nutzung nicht folgen. Sie bemängelte, dass die Entscheidung ohne Rücksicht auf die praktischen Bedürfnisse von Grillplatznutzern und Wanderern getroffen wurde. Ecolo stimmte dagegen. Die SP+-Fraktion und Michael Scholl enthielten sich.

"Camelot" wird saniert
Das Pfadfinderheim "Camelot" am Eupener Kehrweg soll umfassend saniert werden. Das hat der Stadtrat einstimmig beschlossen. Das Bauwerk weist zahlreiche bauliche Mängel auf, darunter aufsteigende Feuchtigkeit im Außenmauerwerk, eine mangelhafte Abwasserführung im Innenhof mit Verunreinigungen der Regenwasserzisterne, eine veraltete Gasheizungsanlage, beschädigte Fenster, brandschutztechnische Defizite sowie witterungsbedingte Schäden an den Wind- und Stirnbrettern des Dachs.
Fußballplätze
Das Kleinfußballfeld an der Judenstraße erhält einen neuen Kunstrasen. Der Belag des Feldes am städtische Stadion befindet sich altersbedingt und nach intensiver Nutzung in einem sehr schlechten Zustand. Vorgesehen sind auch Unterhaltsarbeiten an den Rasenfußballplätzen des städtischen Stadions und an der Sportinfrastruktur des RC Kettenis in der Talstraße.
Auf dem Schulcampus Monschauer Straße treten seit einiger Zeit Temperaturprobleme in verschieden Räumen auf. Dies weist laut Gemeindekollegium auf einen fehlenden hydraulischen Abgleich hin. Ein solcher Abgleich soll umgesetzt werden, um bei minimalem Energieeinsatz eine ausreichende und gleichmäßige Wärmeversorgung sicherzustellen. Die damit erzielte Einsparung wird auf 10 Prozent geschätzt, beziehungsweise rund 4.000 Euro im Jahr. Zur Kontrolle des Verbrauchs werden kommunikative Wärmemengenzähler eingebaut und das städtische Monitoring aufgeschaltet.
Manuel Zimmermann