Die Wallonische Regierung verschiebt die Reform der Marshall-Plan-Kompensationen. Für 2026 bleibt der aktuelle Mechanismus bestehen. Neue steuerliche Belastungen auf produktive Investitionen wird es also in diesem Jahr nicht geben. Damit reagiert die Regierung auf Sorgen aus der Wirtschaft.
Die Kompensationen wurden 2006 eingeführt, um Investitionen in die Wirtschaft zu fördern. Mit Erfolg, denn sie werden der Region zu teuer. Die Ausgaben könnten 2030 rund 270 Millionen Euro betragen, gegenüber 100 Millionen 2024. Dem will die Region entgegensteuern und Mitnahmeeffekte reduzieren.
Gleichzeitig bereitet die Regierung die Reform für 2027 vor. Ziel sei es, die Reindustrialisierung der Wallonie zu fördern, stabile kommunale Einnahmen zu sichern und die Rechtssicherheit zu erhöhen, schreibt die PFF-Regionalabgeordnete Christine Mauel in einer Mitteilung. Christine Mauel will sich dafür einsetzen, dass die Belastung für Unternehmen durch die Reform nicht weiter steigt und dass Investitionen interessant bleiben.
mitt/ake