Ziel ist es, den Krankenhausstandort langfristig in der Region zu sichern und die medizinische Versorgung für die Menschen in der Eifel und den umliegenden Gemeinden zu gewährleisten. In den vergangenen Jahren habe sich gezeigt, dass mehrere Abteilungen – etwa die Apotheke, die Notaufnahme und die Operationssäle – nicht mehr den heutigen Normen entsprechen und zudem zu klein dimensioniert sind. Diese Bereiche sollen modernisiert und erweitert werden. Gleichzeitig möchte die Klinik in Zukunft auch eine Geriatrie einrichten. So muss und soll die Krankenhausfläche um 50 Prozent erweitert werden. Das wären in etwa 9 000 m2.
Um zusätzlichen Platz zu schaffen, soll auf jeden Fall das derzeitige Seniorenheim künftig von der Klinik genutzt werden. Das Altenheim würde an einen anderen Standort verlegt. Auch weitere Gebäude kommen grundsätzlich infrage: So könnte das Schwesternheim hinter dem Vivias-Gebäude einbezogen werden. Zudem ist das frühere Finanzamt weiterhin im Gespräch - etwa für zusätzliche Parkplätze oder Verwaltungsräume. Konkrete Entscheidungen dazu gibt es jedoch noch nicht. Alles hängt von den Planungen der Architekten und den finanziellen Möglichkeiten ab.
Ganz neu ist das Vorhaben auch nicht: Bereits seit 2016 ist der Umbau Teil des sogenannten "Masterplans Eifel". Lange Zeit geschah allerdings wenig. Nun geht das Projekt in die nächste Phase. Bis 2033 soll die modernisierte Klinik fertiggestellt sein. Angesichts dieses Ziels ist der Zeitrahmen sportlich: Zunächst sollen Architekten eine Bestandsaufnahme durchführen und den tatsächlichen Bedarf ermitteln. Dabei sollen auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Wünsche und Anregungen einbringen können.
2027 sollen die konkreten Pläne vorliegen. Anschließend müssen Baugenehmigungen eingeholt werden, sodass 2028 mit den Arbeiten begonnen werden könnte.
Die eigentliche Bauphase dürfte eine besondere Herausforderung werden. Der Krankenhausbetrieb soll während der gesamten Arbeiten weiterlaufen. Gleichzeitig müssen ausreichend Parkplätze vorhanden sein, und die Belastung für Anwohner soll möglichst gering bleiben. Das Altenheim soll erst in einer der letzten Bauphasen verlegt werden. Die dort entstehende zusätzliche Fläche steht also nicht sofort zur Verfügung.
Fest steht: In den kommenden Monaten werden die Planungen konkreter. Spätestens in einem Jahr dürfte es detailliertere Informationen zum Großprojekt „Klinik Eifel und Ardennen“ geben. Auch die Kosten sind in der aktuellen Planung noch nicht genau definiert. Die DG bezuschusst das Projekt gemeinsam mit dem Neubau oder Umbau des Seniorenheims in St. Vith im Rahmen des "Masterplans Eifel" mit insgesamt 100 Millionen Euro.
Robin Emonts