"Das ist zwar keine Freude, aber jeder muss seinen Teil zur Sanierung der Staatsfinanzen beitragen", sagt Arthur Genten, der Präsident der Horeca-Föderation. "Von daher sind die Mitglieder des Verbands bereit, ihre Verantwortung zu übernehmen."
"Ein Teil unserer Mitglieder wird die Steuererhöhung auf die Preise umlegen müssen", so Genten. "Allerdings werden es wahrscheinlich nicht die ganzen sechs Prozent sein. Wir sind auch froh, dass es eine Übergangsregelung gibt. So hatten wir Zeit, uns umzustellen."
Die Übergangsregelung sieht so aus, dass für Übernachtungen, die vor dem 1. März gebucht wurden und vor dem 1. Juli angetreten werden, der Steuersatz von sechs Prozent gilt. Alles danach wird mit zwölf Prozent abgerechnet.
"Im Vergleich zu unseren Nachbarländern Deutschland und Luxemburg wird unsere Wettbewerbsfähigkeit wahrscheinlich etwas geschwächt", meint Genten. "Aber im Vergleich zu den Niederlanden haben wir Glück gehabt. Dort wurde die Mehrwertsteuer auf 21 Prozent erhöht."
Im Hinblick auf die anstehende Neuverhandlung der Reform auf föderaler Ebene richtete er aber auch eine ganz klare Forderung an die Regierung. "Wir hoffen alle sehr, dass die Erhöhung der Mehrwertsteuer für Softgetränke auf 21 Prozent nochmal überdacht wird. Vor allem Gastronomiebetriebe ohne Übernachtungsangebot verlieren hier zu viel Marge und wenn die Regierung den Alkoholkonsum senken will, sollte die auch dementsprechend die Softgetränke bevorzugt behandeln".
Ausführliches Radio-Interview mit Arthur Genten im Player:
Anne Kelleter