Der Gemeinderat von Burg-Reuland hat den Katalog für die nicht bezuschussbaren Arbeiten in den Gemeindewäldern genehmigt. Er beläuft sich auf rund 40.000 Euro. Dazu gehören nicht die Arbeiten an den Waldwegen.
Die Wegearbeiten hätten sich laut Vorschlag der Forstverwaltung alleine auf rund 50.000 Euro belaufen. Bürgermeister Alain Stellmann erklärte, dieser Posten sei aus dem Katalog herausgenommen worden. Die Gemeinde wolle selbst im Einzelfall prüfen und entscheiden, was in welchem Umfang instand gesetzt werden müsse.
Außerdem wolle sie so eine bessere Kontrolle über mögliche Schäden haben und die Verursacher belangen können. Die Bürgermeister der fünf Eifelgemeinden würden sich diesbezüglich noch zusammensetzen, um die allgemeine Polizeiverordnung auf das Forstgesetzbuch abzustimmen. "Wir wollen da mehr Kohärenz haben", so Stellmann.
Jacky Greven bestätigte von Waldspaziergängen, dass die Wege häufig in einem sehr schlechten Zustand seien.
Serge Dollendorf erklärte, das hänge mitunter auch von einer unterschiedlichen Handhabung in öffentlichen Wäldern und in Privatwaldungen zusammen.
Eigenverantwortung statt Leihgebühr
Der Umzug der öffentlichen Bibliothek vom Kulturhaus zur Schule in Burg-Reuland hat sich bewährt. Schöffin Karla Schommers bedankte sich ausdrücklich bei den Gemeinderatskollegen, die beim Umzug geholfen hatten.
Die Gemeinde reicht den von der Deutschsprachigen Gemeinschaft bereitgestellten Jahreszuschuss von 6.000 Euro an die Bibliothek weiter. Die Kriterien seien relativ überschaubar, freute sich Karla Schommers, es bringe auch nichts, sie zu detailliert festzuhalten.
Der Gemeinderat hatte entschieden, keine Leihgebühr mehr zu verlangen. "Das klappt sehr gut", so Schommers, die mit Lehrern, Kindern, Eltern und weiteren Nutzern der Bibliothek über ihre Erfahrungen gesprochen hat. Alain Stellmann bestätigte, dass dieses Vertrauen in die Eigenverantwortung bei den Nutzern gut ankomme. "Immer alles regeln und kontrollieren zu wollen, bringt auch nichts", so der Bürgermeister.
Fahrt zu Schwimm- und Sportunterricht neu ausgeschrieben
Um die Schulkinder zum Schwimm- und Sportunterricht zu fahren muss der mehrjährige Dienstleistungsauftrag neu ausgeschrieben werden, da er mit diesem Schuljahr ausläuft. Die Kosten sind mit jährlich etwa 40.000 Euro veranschlagt.
Diesmal gibt die Gemeinde im Lastenheft eine Mindestgröße für den Bus an. In der Vergangenheit hätte wegen der hohen Anzahl an Kindern und Begleitern schon mal ein weiterer Bus eingesetzt werden müssen, was zusätzliche Kosten verursache.
Die Fahrten führen ins Sport- und Freizeitzentrum nach St. Vith für den Schwimmunterricht und nach Burg-Reuland für den Sportunterricht.
Unterstützung für Europadenkmal bei Ouren
Der Gemeinderat hat einen Beschluss des Gemeindekollegiums ratifiziert, wonach sich Burg-Reuland mit 11.000 Euro daran beteiligt, das Europadenkmal am Dreiländereck bei Ouren in Wert zu setzen. Es handelt sich um ein grenzüberschreitendes Projekt mit Partnern in Belgien, Deutschland und Luxemburg. Das Projekt war auf der vorherigen Gemeinderatssitzung ausführlich erläutert worden.
Der Gemeinderat bewilligte auch eine Reihe von Zuschüssen, so etwa für das Play-In Junior Edition von Födekam in den Osterferien in Burg-Reuland (500 Euro), für ein Konzert im Rahmen des Ostbelgienfestivals in der Kirche von Weweler (500 Euro), für die Telefonhilfe (knapp 200 Euro) und für die Ausrichtung des Gemeindepokals an den JGV Espeler (400 Euro).
Der jährliche Beitrag an das Tierheim in Schoppen wird auf Anfrage des Tierheims und in Absprache zwischen den angeschlossenen Gemeinden von 38 Cent pro Einwohner auf 50 Cent erhöht.
Länger diskutiert wurde im Gemeinderat auch über die (von der DG vorgeschriebene) sehr detaillierte Ausschreibung einer Stelle als Schulleiter. Einer der beiden Schulleiter geht in den Vorruhestand. Die Gemeinde hofft nun auf möglichst viele Bewerbungen.
Stephan Pesch