Erneut findet an diesem Dienstag ein gewerkschaftlicher Aktionstag in der Provinz Lüttich statt. In Eupen haben sich am Morgen Gewerkschaftsvertreter von der FGTB auf der Herbesthaler Straße postiert und am Kreisverkehr Hochstraße Flyer an Autofahrer verteilt, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.
Gestreikt wird gegen die Politik der Föderalregierung. Laut Danny Laschet, dem überberuflichen Sekretär der FGTB in der DG, nähme die Kaufkraft der breiten Masse der Bevölkerung durch die Sparmaßnahmen ab, was zu Problemen führen werde.
Es ist ja nicht der erste Streik dieser Art. Zugeständnisse seitens der Föderalregierung habe es bisher keine gegeben, so die FGTB, die eine fehlende Verhandlungsbereitschaft kritisiert. Das Regierungsprogramm werde einfach nur abgespult - aller Kritik zum Trotz.
Rund 90 Gewerkschaftsvertreter aus Ostbelgien hatten sich am Morgen auf den Weg zu einer Großkundgebung in Lüttich gemacht. Insgesamt waren dem Aufruf der Gewerkschaften rund 2.000 Demonstranten gefolgt. Los ging es am Vormittag mit einer Kundgebung auf der Place Saint Lambert. Dort wurden die Mitglieder der Regierung um Premier Bart De Wever symbolisch auf die Anklagebank gesetzt. Dabei wurde die Regierung u.a. schuldig gesprochen, für Armut verantwortlich zu sein und das Alter von Arbeitssuchenden nicht zu berücksichtigen. Anschließend zogen die Demonstranten zum Sitz des Finanzministeriums im Bahnhofsviertel.
Für die Gewerkschaften ist klar: Die von der Arizona-Regierng vorgeschlagenen Reformen, sind nicht sozial verträglich. In ihren Augen leiden vor allem die schwachen Glieder der Gesellschaft. Unter anderem durch die Beschränkung des Arbeitslosengeldes, sagt die CSC Gewerkschaftsdelegierte Susanne Niessen.
Am Nachmittag demonstrierten vor dem Regionalflughafen in Bierset etwa 1.500 Mitglieder der Sozialistischen Gewerkschaft. Ihr Protest richtete sich u.a. gegen die Entlassung einer FGTB-Gewerschaftsdelegierten im Januar.
Vor mehreren Schulen zogen ebenfalls Streikposten auf, u.a. beim Stahlunternehmen ArcelorMittal legten die Beschäftigten die Arbeit nieder.
Ein neuer großer Protesttag steht derweil schon fest: Die Gewerkschaften rufen für den 12. März zu einer nationalen Kundgebung in Brüssel auf.
mz/fk/dop/mh








In Fernsehinterviews erklärten Geschwerkschaftsdelegierte bei Demonstrationen frei und offen dass es ihnen um den Rücktritt, bzw. den Sturz der Regierung geht. Die Gewerkschaften zahlen selbst keinerlei Steuern auf ihre Einnahmen und wollen doch das politische Geschehen im Land bestimmen.
Die Gewerkschaften auf der verzweifelten Suche nach einer Daseinsberechtigung.
Wenn es drum geht einer einzelnen Person bei einem Problem zur Seite zu stehen, ist die Gewerkschaft auch plötzlich kleinlaut u. macht schnell einen Rückzieher. (insbesondere die christliche Gewerkschaft).