Pünktlich um 14:11 waren die Möhnen in Burg-Reuland bereit für den Machtwechsel. Mit dem Planwagen steuerte die Schar das Kulturhaus an. Hinter der Türe warteten bereits Bürgermeister Alain Stellmann und die Schöffen - bereit, das Sagen in Burg-Reuland an die Möhnen abzutreten.
"Es ist einfach wunderbar", schwärmt Alain Stellmann. "Die Macht an diese wunderbaren Möhnen aus unserer Gemeinde abzugeben, das freut mich wirklich. Ich bin stolz, dass wir so eine Menge von Möhnen haben. Nächste Woche geht es ja auch sofort wieder weiter. Es sind so viele Damen da, es ist ein Traum."
Anders als im letzten Jahr zeigte Alain Stellmann sich nicht als seine Vorgängerin Marion Dhur. Das Gemeindekollegium trat stattdessen als Bauarbeitertruppe auf, denn es sei Zeit anzupacken und etwas zu schaffen.
Dass es in der Gemeinde die ein oder andere Baustelle gibt, ist auch den Möhnen nicht entgangen. "Wir haben in diesem Jahr ein Fernglas als Orden genommen, weil es in Reuland ziemlich viele Ruinen gibt. Das ist dann auch unser Motto: Mit gezieltem Blick auf die Ruinen", erklärt die Obermöhne von Burg-Reuland, Alexia Welsch. "Es muss mal was passieren und das werden wir in Angriff nehmen. Wir wissen zwar noch nicht wie, aber wir lassen uns schon was einfallen", lacht sie.
Traditionell sind die Möhnen in Burg-Reuland immer eine Woche früher unterwegs als die Karnevalisten im Rest der DG. Durch den Vorsprung haben die Möhnen aber auch schon einige Tipps und Wünsche für die Jecken im Rest der Region parat. "Wir wünschen viel Spaß und natürlich gutes Wetter - wir hatten ja echt Glück, dass es heute trocken geblieben ist", so die Burg-Reuländer Obermöhne.
"Genießt die Zeit!", ergänzt Louisa Weidner. Dass dieses Rezept aufgeht, haben die Möhnen in Burg-Reuland auf jeden Fall schon bewiesen.
Lindsay Ahn







