"Domm En Dööl" sind bekannt für ihre Karnevalshits, aber ganz besonders auch für ihre ausgefallenen Kostüme. Jedes Jahr gibt’s ein neues Outfit, das mit viel Liebe zum Detail von Kopf bis Fuß für sie und mit ihnen gestaltet wird.
Karneval 2024 zum Beispiel standen die Kelmiser Künstler als Leuchtmännchen verkleidet auf der Bühne. Die bunten Kostüme haben zahlreiche Lichtstreifen eingenäht, die im Dunkeln leuchten. "Da haben wir viel geflucht. Das Licht hier war sehr anfällig und da haben wir sehr oft die ganze Beleuchtung neu machen müssen", sagt Marc Emonts alias Domm.
"Das sind dann so technische Highlights, wo man auch Erfahrung sammelt und merkt: Es gibt gewisse Grenzen, was Feuchtigkeit und Bewegung angeht. Nicht immer funktioniert alles gut."
Leicht müssen die Kostüme sein und nicht zu warm. "Nicht alle Kostüme sind gleich bequem. Das hängt auch vom Motiv ab. Im Großen und Ganzen schauen wir aber, dass wir uns trotzdem bewegen können", erklärt Roger Voncken alias Dööl.
Mit ihren Kostümen verwandeln sich Marc Emonts und Roger Voncken in "Domm en Dööl". Das lassen sich die beiden Jecken einiges kosten. Mehrere tausend Euro fließen in Schuhe, Klamotten und Kopfbedeckung. Damit alles passt, haben sie sogar Gipsabdrücke von ihren Köpfen machen lassen. So kann die Hutmacherin ohne ständige Anproben arbeiten.
"Das ist dann natürlich ein tolles Gefühl, wenn man das erste Mal das Kostüm anhat und das Thema reift. Man überlegt sich dann, was kann man noch dazu sagen auf der Bühne. Das ist jedes Jahr ein toller Moment", findet Marc Emonts.
38 Jahre Erinnerungen hängen im Kostümkeller von Domm en Dööl. Eine echte Schatzkiste, die die beiden mit Stolz bewahren. "Die haben viel Geld gekostet und da hängen so viele Erinnerungen dran. Das ist unser kleines Museum hier", schließt Roger Voncken.
Lena Orban/Anne Kelleter





