Mehrere Bauernverbände fordern die Wallonische Regierung auf, endlich ein Dosenpfand einzuführen. Trotz Machbarkeitsstudien, parlamentarischer Anhörungen und Unterstützung durch Umwelt- und Landwirtschaftsorganisationen gäbe es immer noch kein Dosenpfand in der Wallonie, heißt es in der Mitteilung.
Für die Landwirte ist das eine Verschwendung von Steuergeldern. In ihrer Pressemitteilung schreiben FWA, UAW und Ferm, das Dosenpfand sei das effektivste Mittel, um gegen weggeworfene Büchsen in der Landschaft vorzugehen. Sie kritisieren, dass die aktuelle, wallonische Regierung das Projekt im September 2024 aufgegeben hat. Damals konnten sich die Koalitionspartner nicht auf ein Modell zur Einführung des Dosenpfands einigen.
Dosen machen mehr als ein Drittel des wilden Mülls in der Wallonie aus. Sie stellen für die Landwirtschaft ein erhebliches Risiko dar: Zerkleinerte Dosen können Futter und Weiden kontaminieren, wodurch jedes Jahr mehrere Rinder schwer verletzt oder getötet werden.
mitt/ake