Die Stadt Verviers will strenger gegen touristische Unterkünfte und deren Auswirkungen vorgehen. Die Zahl der Anfragen für solche Wohnungen nimmt zu.
Das hat Folgen für den Wohnungsmarkt und das Zusammenleben, denn jede Unterkunft für Touristen ist eine Wohnung weniger für Menschen vor Ort. Der zuständige Schöffe für Stadtplanung und Wohnen, Malik Ben Achour, will deshalb Regeln einführen, die das Gleichgewicht zwischen beiden Nutzungen wahren. Er will auch gegen illegale Auswüchse vorgehen: Laut dem Schöffen dienen manche touristische Unterkünfte als Vorwand für Prostitution.
Verviers setzt seit gut einem Jahr auf eine neue Wohn- und Stadtentwicklungsstrategie. Während Dörfer wie Heusy oder Stembert unter starkem Bau- und damit Preisdruck stehen, leidet der Stadtkern unter Leerstand und schlechter Wohnqualität. Die Stadt bremst deshalb Bauprojekte auf den Höhen und lehnt hochpreisige Wohnanlagen ab. Gleichzeitig fördert sie neuen Wohnraum im Tal und rund um die Innenstadt.
Seit Beginn der neuen Strategie vor 14 Monaten wurden mehr als 100 neue Wohnungen geschaffen.
meuse/ake