In seiner Ansprache blickte der Parteivorsitzende zunächst auf die unruhige Weltlage mit ihren Veränderungen, die sich auch auf das wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Leben in Ostbelgien auswirkten. Die Herausforderungen müssten angepackt werden, sagte Franssen. Statt auf Stimmung müsse man auf Verantwortung setzen, und das tue die CSP auf vielen Ebenen.
Kritik an den Sparbeschlüssen müsse man Ernst nehmen, auch wenn diese notwendig gewesen seien. Zur finanziellen Entwicklung sagte Franssen: "Es sieht momentan danach aus, dass wir bis 2029 auskommen und wir in dieser Legislaturperiode kein drittes Sparpaket brauchen werden."
Die beschlossenen Reformen verteidigte Franssen. Für 2026 sei es wesentlich voranzukommen - zum Beispiel in seinen Zuständigkeitsbereichen als DG-Minister: "Da werden wir Stellenkapital-Reformen und Rahmenpläne besprechen, um Schulen zu stärken. Im Bereich der Beschäftigung müssen wir die Arbeitsmarktreform gestalten."
Die CSP setze dabei auf Dialog und Zusammenarbeit. Dass die eingeladenen Vertreter der frankophonen Schwesterpartei "Les Engagés", Parteipräsident Yvan Verougstraete und Außenminister Maxime Prévot, aus terminlichen Gründen nicht zum Neujahrsempfang nach Kelmis gekommen waren, sei kein Ausdruck einer getrübten Partnerschaft, erklärte Franssen. Im Gegenteil.
"Wir arbeiten sehr stark zusammen und sehen uns wöchentlich in Namur oder Brüssel. Wir sind aber auch mit der CD&V sehr verbunden und haben mit beiden sehr gute Beziehungen."
Michaela Brück


