Die Geschichte der Restaurierung der Kapelle ist zwar nicht so alt wie die Bausubstanz aus dem 16. Jahrhundert, aber sie beschäftigt die Gemeindeverantwortlichen schon lange. Bei der letzten Restaurierung Mitte der 1990er Jahre wurde der Sockel gegen Feuchtigkeit versiegelt. Das erwies sich als Fehler, denn seitdem kann Wasser aus den Wänden nicht mehr gut entweichen. Das gefährdet auch die Wandmalereien im Inneren.
Mit Beratung von verschiedenen Experten hat die Gemeinde jetzt ein Renovierungsprojekt erstellt. Die relativ hohen Kosten entstehen dadurch, dass erstens kein schweres Gerät genutzt werden kann, denn das könnte die Mauern und die Malereien beschädigen, und zweitens die Materialkosten aus Denkmalschutzgründen hoch sind.
Kein Ratsmitglied schien wirklich froh über die zusätzliche Ausgabe, doch die Zeit drängt. Nach Diskussion einigten sich die Ratsmitglieder darauf, dass die Renovierung durchgeführt wird, wenn die DG 60 Prozent der Summe trägt. Der zuständige Schöffe rief die Bevölkerung auf, die Kapelle nach der Restaurierung mit Leben zu füllen, damit sich die Investition auch lohnt.
Haushaltsmüllsteuer wird teurer
Die Büllinger Bürger müssen dieses Jahr rund 10 Prozent mehr für die Entsorgung von Haushaltsmüll zahlen. Einerseits wird die Entsorgung teurer, andererseits muss die Gemeinde laut Gesetz die Kosten an ihre Bürger weitergeben. Und zwar so, dass sie zwischen 95 und 110 Prozent gedeckt werden. 2025 lag diese Quote bei 95 Prozent, 2026 wird sie voraussichtlich bei 104 Prozent liegen. Für einen Haushalt mit drei Personen bedeutet das zum Beispiel eine Erhöhung von 219 auf 245 Euro. Für Betriebe steigt der Betrag von 125 auf 140 Euro. Finanzschöffe Alexander Miesen bedauerte, dass die Gemeinde bereits im zweiten Jahr in Folge die Kosten erhöhen musste. Es sei nicht geschenkt, räumte er ein, aber dafür gäbe es auch einen top Service.
Gemeinde will Böschung von Bütgenbacher See bei Wirtzfeld aufforsten
Die Wirtzfelder Seite vom Bütgenbacher See soll neu bepflanzt werden. Das geht aus dem Büllinger Forstkulturplan 2026 hervor, der am Donnerstag verabschiedet wurde. Die Fichtenbestände am See bei Wirtzfeld wurden letztes Jahr geerntet. Der Kahlschlag hatte für Empörung gesorgt. Das Bild für Besucher sei "schockierend", hieß es. Eigentlich sollte der Bereich erst drei Jahre später wieder aufgeforstet werden. Um die touristische Attraktivität des Bereichs zu erhalten, zieht die Gemeinde die Arbeiten nun vor. Im Rahmen der Neupflanzung soll der Bereich auch von Reisig und herumliegenden Ästen befreit werden.
Brennholzverkäufe ab Ende Februar
Ende Februar starten die Brennholzversteigerungen in der Gemeinde Büllingen, an drei Tagen in Mürringen, Rocherath und Wirtzfeld. Insgesamt stehen knapp 1.000 Festmeter zur Auktion. Der Mindestpreis für reines Laubholz liegt bei 40 Euro pro Festmeter. Ein Haushalt kann, bis auf wenige Ausnahmen, maximal 15 Festmeter kaufen. Nur volljährige Bürger aus Büllingen dürfen teilnehmen. Die erworbenen Lose müssen bis Ende Juli 2026 aus dem Wald abgefahren sein.
Straßenunterhaltsarbeiten 2026
Der Gemeinderat hat die Unterhaltsarbeiten an den Gemeindewegen für 2026 beschlossen. Die Liste wurde gemeinsam mit allen Ratsmitgliedern erstellt und bei einer Ortsbegehung geprüft. Dementsprechend einhellig war auch die Beschlussfassung. Der einzige Wunsch, der offen blieb, ist die Erneuerung der Straße in Allmuthen. Diese ist in schlechtem Zustand und soll nächstes Jahr angegangen werden. Büllingen ist eine große Gemeinde mit mehr als 500 Kilometern Wegen. Deshalb muss die Gemeinde bei den Arbeiten Prioritäten setzen. Erneuert werden sollen
- in Honsfeld: Weg Fußballplatz Richtung Knepp (Bis zum Wald)
- in Mürringen: Weg Halle Leyens
- in Rocherath: Ende Vrunertsweg Richtung Regionalstraße Schangen auf ca. 300 Metern
- in Wirtzfeld: Jensit Haus 47 bis Feldweg
- in Medendorf: erster Weg Links (Richtung Bach) auf ca. 1500 Metern
- in Krewinkel: Weg Richtung Michael Schmitz
Anne Kelleter
Werte Mitglieder des Büllinger Gemeinderates,
ich möchte Ihnen ausdrücklich für diesen wichtigen und in meinen Augen auch richtigen Schritt zur Trockenlegung der Kapelle in Krewinkel danken. Hätte doch nur die vorherige Mehrheit diesen Willen an den Tag gelegt, und sich früher diesem lange bekannten Problem gestellt, wäre es sicher billiger geworden. Nun hoffe ich das dieses wertvolle Gebäude mit seiner einzigartigen Akkustik wieder ein Ort der Kultur wird. Albert Peters Kettenis