Die CSP-Fraktion im Kelmiser Gemeinderat erneuert sich. Auf der Sitzung nahm der Rat neben dem angekündigten Rücktritt von Luc Frank auch den Rücktritt seines Parteikollegen Bruno Krickel offiziell an. Damit wurden zwei von sechs Sitzen der Fraktion neu besetzt.
Nicht ohne Emotion bedankte sich Iris Lampertz bei ihren langjährigen Mitstreitern für die geleistete Arbeit. Bruno Krickel sei stets ein loyaler und wichtiger Ansprechpartner gewesen und habe sich besonders durch seinen Einsatz in den Bereichen Raumordnung, Umwelt und Tourismus verdient gemacht.
Den ehemaligen Bürgermeister Luc Frank lobte sie als wortgewandten Redner, der auch unbequeme Wahrheiten angesprochen habe. Frank war 25 Jahre ununterbrochen Mitglied im Gemeinderat und ist aktuell Abgeordneter im föderalen Parlament.
Die neuen CSP-Gemeinderatsmitglieder heißen Damir Lübcke und Alain Schmets. Lübcke ist neu im Gemeinderat. Er ist Co-Vorsitzender der CSP-Nachwuchsorganisation "Junge Mitte". Der 19-Jährige interessiert sich für die Bereiche Sport, Vereinsleben und Ehrenamt.
Alain Schmets war letzte Legislatur schon einmal in den Gemeinderat nachgerückt. Der 54-Jährige interessiert sich für die Bereiche Sicherheit, Schule, Soziales und Senioren.
Aufregung um Mieterhöhungen der ÖWOB
Werden Mieten in Kelmis unbezahlbar? Diese Frage stellte Ratsmitglied Louis Göbbels im Gemeinderat. Hintergrund sind Mietanpassungen der öffentlichen Wohnungsbaugesellschaft ÖWOB für das Jahr 2026. Zahlreiche Mieter müssen mehr bezahlen. Im Spitzenfall bis zu 73 Prozent, rechnete Louis Göbbels vor.
Er monierte auch, dass die Mieter im Dezember ohne Angaben von Gründen über die erhöhten Sätze informiert wurden. Er spekuliert, dass die Kelmiser Gemeindesteuer auf energieineffiziente Wohnungen hier versteckt an die Mieter weitergegeben wird.
Bürgermeister Daniel Hilligsmann wollte nicht auf Spekulationen eingehen. Er nannte verschiedene Gründe für die Anpassung: unter anderem die jährliche Indexierung und eine unabhängige Neueinschätzung der Immobilienwerte mit entsprechender Anpassung der Miete. Außerdem hätten Vermieter das Recht, Mieten nach Sanierungsmaßnahmen anzupassen, so Hilligsmann.
Louis Göbbels fragte dann nach der Grundlage für die Mieterhöhungen. Einen Mietspiegel wie zum Beispiel in Deutschland gebe es in der DG schließlich nicht. Er befürchtet, dass ohne gesetzliche Grundlage Mieten in Kelmis unerschwinglich werden.
Ein Jahr nach Unfall: Select immer noch nicht instand gesetzt
Knapp ein Jahr nach dem Unfall am Kelmiser Kulturzentrum Select ist der Schaden noch immer nicht behoben. Ende Februar 2025 war ein Tec-Bus in die Fassade des Gebäudes geprallt. Verletzt wurde niemand, aber es entstand erheblicher Sachschaden am Gebäude und der Kelmiser Rosenmontagszug musste umgeleitet werden.
Damit endlich Bewegung in die Sache kommt, hat das Gemeindekollegium sich jetzt beim zuständigen Versicherungsunternehmen beschwert. Daraufhin sagte Ethias zu, den Fall mit “höchster Priorität” zu behandeln und sobald wie möglich weitere Schritte einzuleiten.
Der neue Betreiber des Restaurants vom Kulturzentrum Select in Kelmis zieht drei Monate nach Einzug eine positive Bilanz. Das sagte der zuständige Schöffe, Björn Klinkenberg, im Gemeinderat. Auf die Frage hin, ob das Select auch an Karneval geöffnet sei, antwortete er, dass der Saal Fettdonnerstag für die alten Weiber geöffnet werde.
Er erinnerte auch daran, dass der Saal weiterhin von Kelmisern und Kelmiser Vereinen gemietet und, unabhängig vom neuen Betreiber, für Veranstaltungen genutzt werden könne.
Neuer Parkplatz an der Tennishalle in Kelmis genehmigt
Der Kelmiser Gemeinderat hat einen Zuschuss von gut 31.000 Euro für einen neuen Parkplatz gegenüber der Tennishalle freigegeben. Das Projekt ist schon einige Jahre in der Mache und sollte eigentlich gemeinsam mit einem neuen Paddle-Platz entstehen. Der entfällt aus Kostengründen. Die Arbeiten werden unter der Aufsicht des "Country Tennis Club La Calamine" durchgeführt. Der Parkplatz soll aber auch öffentlich zugänglich sein.
Sportschöffe Björn Klinkenberg betonte, dass der Zuschuss ein klares Signal sei, dass die Gemeinde ihre Vereine unterstütze - und das trotz der angespannten Gemeindefinanzen.
Kulturheim Hergenrath: Gemeinde Kelmis will bis September Gesamtkonzept vorlegen
Das Kulturheim in Hergenrath muss renoviert werden. Soweit waren sich die Ratsmitglieder einig. Iris Lampertz (CSP) fragte, welche Maßnahmen geplant seien und ob die ansässigen Vereine dabei mitreden dürften. Ganz klar ja, erwiderte der zuständige Schöffe Björn Klinkenberg.
Er will nach Karneval einen Ortstermin organisieren, damit die Nutzer ihren Bedarf benennen können. Im September will die Gemeinde dann ein Gesamtkonzept vorlegen und die nötigen Mittel bei der DG anfragen.
Anne Kelleter

