Während im südfranzösischen Cadarache mit dem ITER-Projekt eine der größten Fusionsanlagen entsteht, sieht Arimont die Gefahr, dass Europa von anderen Mächten überholt wird.
"Wir befinden uns aber in einem globalen Wettbewerb in dieser neuen Technologie. Aber es sind vor allem die Chinesen und Amerikaner, die mit Privatkapital private Firmen aufbauen, um Fusionsenergie noch schneller möglich zu machen, als das diese großen staatlich finanzierten Anlagen können, wie ITER. Wir müssen in Europa den Gesetzesrahmen schaffen, dass es auch diese privaten Investitionen gibt, damit man tatsächlich über Fusionsenergie im Jahre 2035 oder 2040 sprechen kann. Wir haben die besten Unis, wir haben wirklich kluge Köpfe und die Infrastruktur. Das muss jetzt gebündelt werden und die Rolle der EU besteht jetzt darin, einen Gesetzesrahmen zu machen, der das auch ermöglicht. Wer einen Reaktor für Kernfusion bauen möchte, muss noch die gleichen Bedingungen erfüllen wie jemand, der einen Reaktor für die Kernspaltung bauen möchte. Da sind die Risiken viel höher."
Auch für Belgien sieht Arimont großes Potenzial. "In Belgien müssen wir alle Formen der Energiegewinnung, die CO2-neutral beziehungsweise -verringernd sind, nachdenken. Dazu gehört die Kernenergie und in meinen Augen auch die Kernfusion, um diesen Energiehunger eines Landes wie Belgien zu stillen, ohne, dass unsere Netze instabil werden.“

Mehr zu dem Thema im Radio-Beitrag im Player:
mitt/dop
Wird die Kernfusion die Lösung für die Zukunft sein?
Vielleicht, aber bisher gab es seit der Gründung des ITER in Frankreich immer wieder Rückschläge so das immer wieder auf spätere Zeitpunkte verschoben wurde.
Aber selbst wenn alles weiterhin positiv in der Forschung verläuft sind die frühesten Prognosen für 2035 bis 20240 aber selbst dann gibt es noch kein Reaktor der Energie in größerem Maßstab liefern kann.
Bisherige Dauer bei Bau von Atommeiler 10 bis 15Jahre und immer wieder explodieren die Kosten!
Die Frage ist doch hat die Menschheit diese Zeit noch und das immense Kapital das erforderlich ist um solche Projekte zu verwirklichen!
Schon jetzt sind die erneuerbaren Energien unschlagbar!
Wer sich unabhängig informieren möchte sollte mal den Artikel vom Max-Plank-Institut für Plasmaphysik lesen.
„Forschung für die Energie der Zukunft.“
P.Arimont hat von Kernfusion soviel Ahnung wie eine Milchkuh vom Eierlegen.
Das Projekt ITER ist ein internationales Projekt, um Hürden zu überwinden, die Kernfusion als Energiequelle überhaupt erst möglich machen soll: die sich selbst aufrechterhaltende Fusionsreaktion funktioniert überhaupt noch nicht, und das generelle Problem, wie daraus wieder elektrische Energie gewonnen werden kann, bleibt das größte Problem.(Dabei entsteht übrigens auch Radioaktivität!). Kernfusion kann in diesem Sinne sogar gefährlicher sein als Kernspaltung.
Momentan wird mehr Energie(Strom) hineingesteckt als herauskommt.
Diese Probleme sind nicht mals in der theoretischen Physik komplett gelöst, geschweige denn im praktischen Sinne.
Das ist die Realität der Kernfusion, von "Durchbruch" kann niemand reden, weder in Europa noch China oder USA. Die Meldungen aus China sind oft nur Propaganda, wie vieles aus diesem kommunistischen Staat.
Diese von Arimont genannten "Experten" wollen vor allem Subventionen haben, und bis zur Rente und darüber hinaus alimentiert werden. Der Vorwurf ist nicht neu.
Es macht keinen Sinn, noch mehr Geld hineinzupumpen, es würde zu nichts führen.
Das Projekt ITER (und die Fusion im allgemeinen) ist im Verständnis von Arimont irgendwie ein "Wettlauf zum Mond" und Europa soll diesen gewinnen. Nichts ist falscher als das.
Von politisch korrekten Energieschwurblern und anderen realitätsfremden Schlaumeiern ist vor allem eines gekommen: Die Energieversorgung ist unsicherer und teurer geworden, nichts wurde dadurch besser.