Das ehemalige Cockerill-Sambre-Gelände in Chertal bei Lüttich könnte für den Bau einer neuen Atomkraftanlage in Frage kommen. Das ergibt eine Studie des Ingenieurbüros Tractebel im Auftrag des Netzbetreibers Elia.
Das Gelände in Oupeye und Herstal erfülle die Bedingungen, um eine große Anlage mit einer Leistung von mehr als 1.000 Megawatt und mehr zu bauen. Es gebe genügend Fläche, die Verkehrsanbindungen seien günstig und auch der geologische Untergrund erfülle die Bedingungen zum Bau eines großen Atommeilers.
Neben dem Standort Chertal soll auch Doel in Flandern für den Bau einer neuen Atomkraftanlage geeignet sein. Tihange kommt laut Tractebel für einen Neubau nicht in Frage. So gibt es zum Beispiel nicht genügend Freifläche rund um den aktuellen Meiler von Tihange.
Neben zwei großen Reaktoren sollen auch kleine Atomkraftwerke entstehen. Dafür wurden ebenfalls sieben bis acht Standorte definiert. Laut einer Schätzung des Netzbetreibers Elia braucht Belgien ab 2035 mehr als vier Gigawatt an zusätzlichem Strom. Das entspricht der Leistung von vier Reaktoren.
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