Der Gemeinderat von Burg-Reuland hat auf seiner ersten Sitzung im neuen Jahr eine Reihe von Jahresbeiträgen und -zuschüssen genehmigt. Dabei ging es unter anderem um den Tourismus.
Der Dachverband für Tourismus erhält 2026 einen Zuschuss von 40.000 Euro. Bürgermeister Alain Stellmann erklärte, dieser Betrag habe mit 120.000 Euro schon viel höher gelegen. In den kommenden Jahren werde die Gemeinde aber mit jeweils 30.000 Euro auskommen.
Der Gemeinderat genehmigte auch den jährlichen Mitgliedsbeitrag zum funktionalen Raum "Trinationale Region Eifel-Ostbelgien-Eislek" in Höhe von 1.000 Euro. Diese grenzüberschreitende Struktur ermöglicht, europäische Fördermittel aus dem Interreg-Programm abrufen zu können.
Neben Gemeinden in Ostbelgien, Deutschland und Luxemburg ist unter anderem auch die Deutschsprachige Gemeinschaft daran beteiligt.
Ein Beispiel für ein grenzüberschreitendes Projekt ist die Bekämpfung invasiver Pflanzen beiderseits des Grenzflusses Our.
Attraktiv für Touristen und Einheimische
Die Gemeinde Burg-Reuland erwartet sich auch neue Impulse von der angekündigten Aufwertung des Europadenkmals am deutsch-belgisch-luxemburgischen Dreiländereck bei Ouren-Lieler.
Jacky Greven erkundigte sich nach den Eigentumsverhältnissen rund um das Europadenkmal. Alain Stellmann erklärte, dass dieser Bereich der Europäischen Vereinigung für Eifel und Ardennen gehöre.
Mit dem Projekt zur Aufwertung des Denkmals sollten die Eigentumsverhältnisse vertraglich festgehalten und langfristig geklärt werden, nicht zuletzt was den Unterhalt angeht. Die Gemeinde habe etwa durchaus Interesse daran, auf dem Gelände auch Veranstaltungen für das Dorf Ouren durchführen zu können - und so für Touristen wie für Einheimische ein attraktives Angebot zu schaffen.
6.000 Euro Zuschuss für Dabei VoG
Das Sozialunternehmen Dabei VoG erhält von der Gemeinde Burg-Reuland einen Sonderzuschuss von 6.000 Euro (statt bisher 5.500 Euro). Damit werden die Unkosten bestritten, die bei der Sammlung und Entsorgung von Sperrmüll anfallen.
Shayne Piront, die nach dem Mutterschaftsurlaub zum ersten Mal wieder an einer Gemeinderatssitzung teilnahm, ließ sich bestätigen, dass die Sperrmüllsammlung auf Abruf funktioniere.
Der Jahresbeitrag zum Städte- und Gemeindeverband der Wallonie beläuft sich in diesem Jahr auf rund 6.300 Euro. Bürgermeister Alain Stellmann erklärte, in welchem Maße der Verband der Gemeindeverwaltung und dem Kollegium mit Rat und Tat zur Seite stehe.
Er empfahl im Übrigen auch den anderen Gemeinderatsmitgliedern, bei Bedarf direkt Kontakt mit dem Verband aufzunehmen.
Schließlich gewährte der Gemeinderat dem rührigen Friedhofskomitee in Maldingen 2.300 Euro für den Ankauf eines Seiteneingangstores am Friedhof. Diese Summe entspricht den Kosten für ein Standard-Tor dieser Größenordnung. Das Komitee hatte sich für ein schmiedeeisernes Tor entschieden und trägt die zusätzlichen Kosten selbst. Diese gütliche Regelung gilt für alle Friedhofkomitees in der Gemeinde.
Der Reuländer Gemeinderat tagt auch in diesem Jahr wieder an jedem letzten Dienstag im Monat, außer im Dezember: Dann steht die Haushaltsverabschiedung schon am 22. Dezember an.
Stephan Pesch