Rund 200 Menschen haben am Samstagnachmittag in Eupen an einer Demonstration teilgenommen, zu der das "Kurdische Kulturhaus" aufgerufen hatte. Nach Angaben der Veranstalter kamen die meisten Teilnehmer aus Eupen, Verviers, Lüttich und Aachen.
Vor dem Rathaus erhoben sie ihre Stimme und forderten Solidarität mit den Kurden im Nordosten Syriens. Die Demonstranten hielten Plakate hoch mit der Aufschrift "Stoppt das Massaker in Rojava" und "Ohne die Kurden wäre der IS nicht besiegt worden. Europa schuldet ihnen Schutz und nicht Schweigen."
Die 22-jährige kurdische Studentin Soulin ergriff stellvertretend für die Demonstranten das Wort. "Wir fordern einen sofortigen Stopp aller Angriffe auf Nord- und Ostsyrien, Schutz der Zivilbevölkerung durch internationale Mechanismen, ein Ende der politischen und militärischen Unterstützung der eingreifenden Kräfte, humanitäre Hilfe vor allem ohne politische Blockaden und ganz dringend Anerkennung der demokratischen Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien", sagt sie.
Als Elfjährige war Soulin mit ihren Eltern und drei Geschwistern aus ihrer Heimat geflohen. Sie hat in Eupen Abitur gemacht und studiert jetzt in Siegen Kommunikationswissenschaften. Auch dort will sie am Montag an einer prokurdischen Demonstration teilnehmen. "Wir hoffen, dass unsere Stimmen überall gehört werden für die Leute, die dort unschuldig sterben, vor allem für die Frauen und die Kinder."
Auch in Aachen hatten am Wochenende Kurden zu einer Demonstration aufgerufen. Unter dem Motto "Angriffe auf Kurden in Syrien" zogen mehr als tausend Menschen am Freitag durch die Innenstadt.
Michaela Brück



Hmm, wenn das Volk sich doch auch bei den landeseigenen Belangen so stark machen würde, wäre das erfreulich.
In Belgien und EU werden immer mehr Beschränkungen gemacht und kaum einer geht auf die Straße.