Der Neubau der Grundschule in Herbesthal liegt gut im Zeitplan. Der Umzug soll sogar früher erfolgen als ursprünglich vorgesehen. "Es wird jetzt normalerweise so sein, dass der Kindergarten bereits während den Osterferien umgesiedelt wird. Die Primarschule wird dann während den Sommerferien den Umzug machen, sodass wir tatsächlich die gesamte Schule im September 2026 dort haben werden." Geplant sind zudem in naher Zukunft Besichtigungen und ein Tag der offenen Tür für die Bevölkerung.
Bauhof: Perspektive durch Wegzug der Feuerwehr
Beim Bauhof stößt die Gemeinde zunehmend an räumliche Grenzen. Eine neue Perspektive ergibt sich durch den geplanten Wegzug der Feuerwehr, die derzeit direkt an den Bauhof angrenzt. "Feuerwehr und Bauhof werden durch eine Wand getrennt. In Zukunft könnte man vielleicht den Bauhof in bereits bestehenden Räumlichkeiten unterbringen. Die werden ja auch nach dem geplanten Wegzug weiter bestehen."
Kurzfristig setzt die Gemeinde auf Übergangslösungen, langfristig soll eine wirtschaftlich und funktional sinnvolle Lösung gefunden werden. Gleichzeitig betont der Bürgermeister, dass nicht alle Wünsche sofort umgesetzt werden können. Man könne nicht "alles gleichzeitig in Millionenhöhe ausgeben", so Thevissen - Entscheidungen müssten Schritt für Schritt und mit Blick auf die verfügbaren Mittel getroffen werden.
Montzener Straße: Pumpstation als Schlüsselprojekt
Auch bei der lange verzögerten Sanierung der Montzener Straße gibt es Fortschritte. Knackpunkt war der Bau einer notwendigen Pumpstation der AIDE auf einem Privatgelände. Nach schwierigen Verhandlungen scheint der Weg nun frei. "Die sind jetzt so weit gekommen, dass sie sich das Gelände gesichert haben, um die Pumpstation zu bauen. Wir haben jetzt tatsächlich die Rückmeldung, dass wegen dieser Lösung die Pumpstations-Thematik möglich wird."
Konkret wurde ein Grundstückseigentümer enteignet, damit die Pumpe nun gebaut werden kann. Die Planungen sind abgeschlossen. Ein konkreter Starttermin steht zwar noch aus - doch nach langer Funkstille gibt es nun ein klares Lebenszeichen für das Projekt.
Finanzlage: stabil, aber mit Vorsicht
Angesichts der vielen anstehenden Projekte bleibt die Finanzlage der Gemeinde ein zentrales Thema. Laut Bürgermeister steht Lontzen aktuell solide da - dennoch sei Vorsicht geboten. Die Gemeinde sei finanziell ausgeglichen und stehe auf sicheren Beinen, müsse aber darauf achten, diese Stabilität nicht zu gefährden. Sparsamkeit bleibe deshalb ein wichtiger Grundsatz.
Ausführliches Radio-Interview mit Patrick Thevissen im Player:
Dogan Malicki