Eine neue Studie der KU Löwen zeigt, dass 78 Prozent der landwirtschaftlichen Böden in der Wallonie mit Neonikotinoiden belastet sind.
62 Prozent der untersuchten Flächen wurden dabei nachweislich nie mit diesen Insektiziden behandelt. Zwischen 2023 und 2025 analysierten Forscher 86 Ackerflächen in der Wallonie. Die Rückstände wurden in den obersten 30 Zentimetern des Bodens gefunden.
Neonikotinoid-Insektizide können Untersuchungen zufolge das Lernvermögen und die Orientierungsfähigkeit von Wild- und Honigbienen beeinträchtigen oder sie lähmen. Die tödliche Dosis liegt für viele Wirkstoffe bei etwa vier Milliardstel Gramm pro Biene.
Die Forschenden fordern mehr Vorsicht bei agrarpolitischen Entscheidungen und eine strengere Handhabung beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.
belga/re