In der Gemeinde Bütgenbach werden mehrere öffentliche Gebäude energetisch saniert. Die Ausschreibung lief über die zentrale Beschaffungsstelle RenoWatt. Der Gemeinderat hat nun das Vergabeverfahren bestätigt.
Es geht um die Schule in Weywertz, die Gemeinsame Grundschule in Bütgenbach sowie die Schule, die Schulsporthalle und das ehemalige Gemeindehaus in Elsenborn. Für die drei letztgenannten Gebäude wird ein Nahwärmenetz eingerichtet.
Je nach festgestelltem Bedarf soll die Heizung ersetzt, das Dach, die Kellerdecke oder die Fassade isoliert werden. Außerdem werden Photovoltaikanlagen angebracht, deren Leistung auf den jeweiligen Standort ausgerichtet ist. Systeme sollen auch den künftigen Energieverbrauch überwachen.
Insgesamt sind dafür 2 Millionen Euro veranschlagt, die Deutschsprachige Gemeinschaft übernimmt rund 1,3 Millionen Euro. Die Schöffen Stéphan Noel und Nadia Sarlette unterstrichen, wie wertvoll die Hilfe von RenoWatt gewesen sei. Die zentrale Beschaffungsstelle hatte nicht nur eine Studie durchgeführt, um den Bedarf und das Potenzial zu ermitteln, sondern auch die Lastenhefte erstellt und den Auftrag ausgeschrieben. Damit seien der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat viele Arbeitsschritte erspart worden.
Claudia Langer wollte wissen, wann es denn losgehe und in welcher Reihenfolge die Gebäude saniert würden. Stéphan Noel rechnet mit einem Baubeginn noch vor dem Sommer. Die Unternehmen seien gehalten, den Schul- bzw. Ferienkalender zu berücksichtigen. Er selbst sei jedenfalls froh, dass dieses seit langem gehegte Vorhaben endlich zum Abschluss komme.
Neue Türen im Haus der Begegnung in Nidrum
In Nidrum werden am und im Haus der Begegnung mehrere Türen erneuert. Zum neuen Schuljahr soll die außerschulische Betreuung hier einziehen. Alle neuen Türelemente werden behindertengerecht ausgeführt, mit Mindestdurchgangsbreite von 90 Zentimetern.
Die Kosten für die neuen Eingangs- und Innentüren belaufen sich auf rund 30.000 Euro, die DG übernimmt 60 Prozent der eingereichten Kostenschätzung.
Ebenfalls in Nidrum will die Gemeinde eine Parzelle hinter der Mehrzweckhalle kaufen. Die VoG Sport- und Kulturgemeinschaft Nidrum hatte schon seit Jahren ins Auge gefasst, das Gelände zu erwerben. Das ist nun möglich. Der Grund und Boden, auf dem die Mehrzweckhalle steht, ist schon Eigentum der Gemeinde. Sie wird darum auch die zusätzliche Fläche von 1.605 Quadratmetern erwerben und der VoG zur Verfügung stellen.
Gemeinde behält Land auf Roderhöhe in der Hinterhand
Auf Roderhöhe bei Elsenborn vermietet die Gemeinde das im vergangenen Jahr frei gewordene Land für ein Jahr an das landwirtschaftliche Forschungs- und Ausbildungszentrum Agra Ost. Der Vertrag kann stillschweigend verlängert werden.
Diese Lösung erlaubt einerseits, dass die Parzellen im Interesse der Landwirtschaft durch Agra Ost zu Versuchszwecken genutzt werden können. Andererseits muss so nicht ein langjähriger Pachtvertrag abgeschlossen werden. Die Gemeinde will nämlich über das Land verfügen können, sollte das Vorhaben von Engie, den Windpark Elsenborn zu "repowern", also durch modernere, leistungsstärkere Modelle zu ersetzen, doch noch umgesetzt werden können.
Bislang scheitert es laut Schöffe Hermann Josef Pauels daran, dass das Verteidigungsministerium Einwände habe - wegen der Flugschneisen und wegen der Fallschirmspringerübungen auf dem nahegelegenen Truppenübungsplatz. Die Entscheidung für oder gegen das Projekt liege somit auf föderaler Ebene. Da der Bedarf an Energie aber unausweichlich steigen werde, habe er noch einen Funken Hoffnung, so Pauels, auch wenn dieser nicht sehr groß sei. Bürgermeister Daniel Franzen bestätigte, dass es "nicht in unserer Hand" liege, die Gemeinde werde aber "nochmals verstärkt Kontakt aufnehmen".
Ursula Gehlen fragte, ob seitens des Verteidigungsministeriums jemals eine verbindliche Rückantwort erfolgt sei, was der Bürgermeister verneinte. "Müssen wir uns das einfach so gefallen lassen?", stellte Ursula Gehlen daraufhin in den Raum und sprach von einer "Unverschämtheit", einem "Unding". Damit erntete sie allgemein zustimmendes Nicken im Bütgenbacher Gemeinderat.
Wann geht es los mit der Trierer Straße in Elsenborn?
In der Fragestunde erkundigte sich Claudia Langer nach dem Beginn der Arbeiten an der Trierer Straße in Elsenborn. Stéphan Noel konnte berichten, dass es noch in der vergangenen Woche ein Treffen zwischen allen Beteiligten (Gemeinde, Unternehmer, Versorgungsdienstleister ...) gegeben habe. Spätestens Ende nächster Woche solle die Arbeitsplanung vorliegen. Er hoffe, dass es im April mit den Arbeiten losgehe.
Jasmin Pinck wollte wissen, ob der Jugendtreff in Weywertz gut bei den Jugendlichen angekommen sei. Schöffin Kathy Elsen wusste zu berichten, dass ihren Kenntnissen nach der Zuspruch sehr stabil sei und sich eine Gruppe von zwölf, dreizehn jungen Leuten fast jede Woche dort treffe. Sie haben den Treff auch nach und nach eingerichtet.
Weniger genutzt werde das Angebot zwischen 17 und 18:30 Uhr. "Da ist noch Luft nach oben", sagte Elsen. Sie erinnerte daran, dass der Jugendtreff auch Kindern ab dem Alter von zehn Jahren offenstehe. "Und es dürften auch ruhig mehr Mädchen kommen", so die Schöffin.
Stephan Pesch