"Damals durfte man eigentlich nichts anderes machen als wandern", erklärt Marc Hilt vom Lions Club Eupen, der in diesem Jahr für das Team-Wandern verantwortlich ist. Aus dieser Situation heraus habe sich ein Konzept entwickelt, das bis heute Bestand habe, "weil wir so direkt Spenden generieren können".
Die Teilnahme am Team-Wandern erfolgt über eine Gebühr von 250 Euro pro Team. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine klassische Teilnahmegebühr, sondern um eine Spende. "In Wirklichkeit sind das Spendengelder, die direkt sozialen Zwecken zugutekommen", betont Hilt. Zudem sei dieser Betrag steuerlich absetzbar. Ab dem kommenden Jahr werde es bei der Anmeldung automatisch die Möglichkeit geben, die entsprechenden Daten zu hinterlegen, sodass die Spender im Anschluss eine Steuerbescheinigung erhalten.
In diesem Jahr haben sich bislang 18 Teams für das Team-Wandern angemeldet, doch für Marc Hilt ist klar: "Da ist noch Luft nach oben." Angesprochen fühlen sollen sich insbesondere Serviceclubs, Freundeskreise sowie Wander-, Rad- oder andere Sportgruppen.
Ein besonderes Prinzip des Benefiz-Marathons ist die regionale Zweckbindung der Spenden. Die Anmeldung erfolgt über die Postleitzahl, sodass die gespendeten 250 Euro auch wieder sozialen Projekten in der jeweiligen Gemeinde zugutekommen. "Wenn sich jemand aus Eupen anmeldet, fließt das Geld auch an soziale Vereinigungen in Eupen zurück", so Hilt.
Der besondere Reiz des Team-Wanderns liegt für ihn vor allem im Gemeinschaftsaspekt. "Im Team kann man sich gegenseitig motivieren und zu Höchstleistungen anspornen", sagt er. Gemeinsam erreiche man oft mehr als allein, denn "alleine wandern, alleine Radfahren oder alleine schwimmen ist irgendwann langweilig". In der Gruppe hingegen zähle jeder zusätzliche Kilometer - und genau das mache den Benefiz-Marathon aus.
Radio-Interview mit Marc Hilt im Player:
Christophe Ramjoie