Dass es keinen Altweibertag mehr in Raeren geben könnte, das war für die Mitglieder der "Jubelprümmcher" undenkbar. "Wir sind alle schon lange im Dorf verwurzelt und haben uns dann über Irren und Wirren gefunden, weil das Thema Altweiber uns alle beschäftigt hat", erklärt Gruppenmitglied Naomi Renardy. "Wir haben uns dann zusammengetan, um die Tradition fortzuführen und gleichzeitig neue Impulse zu geben."
Der Name der Gruppe kommt aus dem Raerener Platt und setzt sich aus zwei Teilen zusammen: "Jubel" beschreibt das Miteinander und den Zusammenhalt in der Gruppe. "Prumm" kann im Raerener Platt so einiges bedeuten - unter anderem aber auch "Pflaume". Die Pflaume ist auch das Maskottchen der neunköpfigen Gruppe.
"Eine 'Jubelprumm' ist für uns eine Frau, die mitten im Leben steht, gerne feiert, offen auf andere zugeht und sich selbst nicht allzu ernst nimmt", so Renardy.
Den Altweibertag zu planen, ist harte Arbeit, deshalb freuen sich "De Jubelprümmcher" umso mehr darüber, dass ihre Vorgängerinnen "De Blömcher" ihnen mit wertvollen Ratschlägen zur Seite stehen. "De Blömcher haben uns offen signalisiert, dass wir uns jederzeit melden können, wenn wir Unterstützung brauchen. Das haben wir auch schon in Anspruch genommen. Zum Beispiel bei organisatorischen Fragen oder wenn es um Erfahrungen aus den vergangenen Jahren ging. Dafür sind wir auch sehr dankbar."
"Gleichzeitig wollen wir aber auch unseren eigenen Weg gehen und uns als Gruppe erst einmal einfinden." Und auch ohne die Gemeinde, andere Vereine und weitere Helfer und Sponsoren wäre die Organisation des Tages nicht möglich, so Renardy.
Ernst wird es für die Jubelprümmcher am 12. Februar. Dann steht der Altweiberdonnerstag in Raeren an. "Der Tag beginnt bewusst gemütlich im Marienheim in Raeren. Dort gibt es ein reichhaltiges Buffetangebot. Von dort aus geht es dann hinaus auf die Straße, die Alten Weiber ziehen durch Raeren und legen unter anderem Stopps am Café der Tennishalle, am Sporthallencafé, am Bergscheider Hof und an der Apotheke ein. An jeder Station gibt es dann kleine Überraschungen. Der Zug wird dann immer größer und endet schließlich auf dem Dorfplatz. Da findet dann die traditionelle Altweiberparty der Lustigen 11 statt."
Wichtig ist dem Altweiberkomitee, dass jeder zu den Feierlichkeiten eingeladen ist. "Wir freuen uns über jedes neue Gesicht, aber auch über jedes bekannte. Der Karneval, wie wir ihn lieben ist bunt, laut und herzlich. Unser Ziel ist es nicht, alles neu zu erfinden, sondern das fortzuführen, was gewachsen ist, und dabei immer offen für neue Ideen zu sein. Wenn Menschen Lust haben, mitzumachen, Verantwortung zu übernehmen und sich einzubringen, dann entsteht der Karnevalsschwung ganz von selbst und das erleben wir gerade", erklärt Naomi Renardy.
Kartenvorbestellungen für das Altweiberfrühstück im Marienheim sind per E-Mail unter dejubelpruemmcher@gmail.com möglich. Ab dem 4. Februar sind die Karten außerdem im Geschenkelädchen der Tagesstätte Raeren (montags bis freitags von 8:30 bis 16:00 Uhr) sowie im Marienheim Raeren (montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr und freitags von 10 bis 15 Uhr) erhältlich.
Lindsay Ahn