Im Zentrum für Brandverletzungen des Universitätsklinikums Lüttich wird aktuell eine der 120 Überlebenden behandelt. Auf der Station befinden sich täglich Anästhesisten, spezialisierte Krankenschwestern und Chirurgen. Das Team besteht aus rund 20 Fachleuten, die sich auf die Behandlung der Atemwegs- und Hautverletzungen von Schwerbrandverletzten spezialisiert haben.
"Unsere Patienten erhalten täglich pflegerische Betreuung, sowohl für Verbände als auch in der intensiven Versorgung. In der Intensivstation werden sie von Anästhesisten und von Intensivmedizinern begleitet", sagt Chirurg François Martin.
Das Universitätsklinikum Lüttich ist eines von sechs spezialisierten Zentren für Brandverletzungen in Belgien. Landesweit wird täglich überprüft, welche Plätze noch frei sind, um neue Patienten optimal aufnehmen zu können.
"Am Freitag wurden wir kontaktiert, wobei die ersten Informationen nur langsam eintrafen. Die Infos kamen durch ein Kommunikationsnetzwerk. Im Laufe des Tages wussten wir dann, welche Patienten in welches Zentrum kommen - so konnten wir uns darauf vorbereiten, die entsprechenden Patienten zu behandeln. Bei uns wurde eine schwer verbrannte Patientin aufgenommen, die aktuell in Behandlung ist."
Derzeit werden sieben Schwerverletzte aus Crans-Montana in belgischen Krankenhäusern versorgt. Bei der Brandkatastrophe in einer Bar starben in der Silvesternacht 40 Menschen, darunter auch eine junge Belgierin. Über 100 Menschen wurden größtenteils schwer verletzt.
rtc/dog